Albert Rupprecht informiert sich über Flüchtlingsarbeit
Integration strukturieren

Landrat Andreas Meier, Barbara Mädl, Leiterin der Abteilung Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung und Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht (von links) haben mit dem Bildungskoordinator für Neuzugewanderte, Christian Frey, über dessen Arbeit gesprochen. Bild: esa

Bildung solle Flüchtlingen passgenau zur Verfügung stehen, findet Albert Rupprecht. Welcher Bedarf herrscht und wie Flüchtlinge besser ausgebildet und integriert werden, darüber informierte sich der CSU-Bundestagsabgeordnete auf Einladung von Landrat Andreas Meier in Neustadt. Dort ist Christian Frey, Bildungskoordinator für Neuzugewanderte seit Oktober beschäftigt.

Gerade ist Frey dabei, sich einen Überblick über die Arbeit mit Flüchtlingen im Landkreis zu verschaffen, berichtete der 34-jährige Schwarzenbacher bei einer Pressekonferenz im Landratsamt. Er besucht Einrichtungen, führt Gespräche mit Verantwortlichen und Ehrenamtlichen, wie zum Beispiel mit Kindergärten, Schulen, der Hochschule, dem Jobcenter. "Da brauche ich ein bisschen, bis ich überall durch bin", sagt der Koordinator, der zuvor Quartiersmanager in Berlin war. Sein neuer Arbeitsplatz ist ein Bindeglied zwischen Verwaltung und ehrenamtlichen Helfern. Die Stelle ist im Landratsamt in der Abteilung Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung bei Leiterin Barbara Mädl angesiedelt.

Frey hat bereits herausgefunden, dass 80 Prozent der "Kinder mit Fluchterfahrung" im Landkreis zwischen ein und sechs Jahren einen Kindergarten besuchen. "Bisher wurde schon viel gemacht", lobt er das Engagement im Landkreis. "Die erste Phase des Ankommens wurde hier gut gemeistert."

Jetzt sei seine Aufgabe, die Abläufe von Bildungseinrichtungen zu verbessern und dafür zu sorgen, dass Zielgruppen die Angebote kennen. "Bisher war die Zeit des Ausprobierens." 2017 solle die Integration der Flüchtlinge strukturiert werden, zum Beispiel werden Teilnehmer von Sprachkursen ihre Kenntnisse in der Praxis anwenden. Wie die Idee konkret umgesetzt wird, weiß Frey noch nicht.

Erst vor einer Woche habe er vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, das seine Stelle finanziert, davon erfahren. Seine Arbeit habe Frey bisher "hervorragend gemacht", lobte Meier. Der Landrat wünsche sich, dass die Förderung dieser Stelle durch das Ministerium nach zwei Jahren verlängert werde. Rupprecht, bildungspolitischer Sprecher der CDU/CSU im Bundestag, sagte, er werde Freys Ergebnisse mit seinen Kollegen in Berlin besprechen.
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