22.02.2018 - 19:02 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Bau- und Vergabeausschuss segnet Planungsauftrag für vier Projekte ab Beim Kreisstraßenausbau nur kleinere Brötchen

Große Straßenbauvorhaben plant der Landkreis in diesem Jahr nicht. Dafür gab der Bau- und Vergabeausschuss am Mittwoch grünes Licht für die Erneuerung von drei Fahrbahnen und für einen Vollausbau.

Die NEW 7 zwischen Altenparkstein und der B 22 befindet sich in sehr schlechtem Zustand. Weil das Verkehrsaufkommen nur gering ist, bekommt die Fahrbahn nur eine neue Tragdeckschicht. Bild: Schönberger
von Martin Staffe Kontakt Profil

Nach den Angaben von Kämmerer Alfons Bauer handelt es sich bei drei Maßnahmen lediglich um die Substanzerhaltung, so dass dafür keine Förderung nach dem bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz zu erwarten sei. Die Fahrbahnen befänden sich in einem sehr schlechten Zustand. Die Kreisräte erteilten daher dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach einmütig den Planungsauftrag.

Das sind die Projekte:

NEW 7: Die zwischen 4 und 4,5 Meter breite und 3,2 Kilometer lange Verbindung zwischen Altenparkstein und der B 22 musste wegen des mangelhaften Zustands vorübergehend schon einmal auf 50 Kilometer pro Stunde beschränkt werden. Täglich fahren hier lediglich 316 Kraftfahrzeuge, davon sechs Lastwagen. Vorgesehen ist deshalb nur eine neue Tragdeckschicht. Kosten: 400 000 Euro.

NEW 40: In der Ortsdurchfahrt Tännesberg wird auf einer Länge von 200 Metern die Deckschicht abgefräst und erneuert. Kosten: 35 000 bis 40 000 Euro.

NEW 37: Auch auf der Ortsdurchfahrt Burgtreswitz heißt es auf einer Länge von 520 Metern: alte Asphaltdecke runter, neue rauf. Kosten: 80 000 bis 100 000 Euro. Eine Verkehrszählung ergab 3386 Fahrzeuge innerhalb 24 Stunden. Die Sitzungsleiterin, stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger, wollte wissen, ob daran gedacht sei, die Geschwindigkeit der aus Richtung Vohenstrauß kommenden Fahrzeuge zu drosseln. Es sei längere Zeit über Fahrbahnteiler gesprochen worden, entgegnete der Kämmerer. Aber der Markt Moosbach, der diese bezahlen müsste, habe abgewunken.

NEW 34: Der Zustand der Ortsdurchfahrt Eslarn lässt ebenfalls zu wünschen übrig. Der vorgesehene Vollausbau zwischen Pfarrkirche und Ortsausgang in Richtung Oberviechtach erstreckt sich auf 1,15 Kilometer. Weil der Markt im Zuge der Städtebauförderung entlang der Fahrbahn Maßnahmen plant, bietet sich ein Gemeinschaftsprojekt an.

Auf den Landkreis kommen Kosten von 900 000 bis 1,1 Millionen Euro zu. Da es sich um eine Verbesserung der Verkehrsverhältnisse handelt, darf der Landkreis in diesem Fall auf einen Zuschuss von mindestens 50 Prozent hoffen. Bürgermeister Reiner Gäbl spricht von einem "tollen Projekt". Der Markt werde sicherstellen, dass Radler, Fußgänger und Wanderer auf sicherem Weg das Kommunbrauhaus erreichen könnten.

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