13.04.2018 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Deutsch-tschechische Gewässerkommission tagt: An der Grenze läuft's

Entlang der rund 300 Kilometer langen bayerisch-tschechischen Grenze gibt es 172 Gewässer, die die Staatsgrenze kreuzen und 58 Gewässer, die die Staatsgrenze bilden. Im Landkreis Neustadt/WN sind die wichtigsten davon der Zottbach bei Pleystein und der Rehling bei Waidhaus. Viel Gesprächsstoff also für tschechische und bayerische Fachleute der Wasserwirtschaft, die sich zwei Tage im Landratsamt Neustadt zu Projekten an Grenzgewässern austauschten.

Magister Lukas Zaruba vom tschechischen Umweltministerium (links) und Dr. Klaus Arzet vom bayerischen Umweltministerium. Bild: Schönberger
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Konkret ging es etwa um die Gewässerunterhaltung und den Gewässerausbau, aber auch um bauliche Maßnahmen oder den Schutz der Wasserbeschaffenheit, der Bach- und Flussperlenmuscheln sowie um die Sicherung und Verwaltung der Staatsgrenze bei Grenzgewässern.

Dr. Klaus Arzet vom bayerischen Umweltministerium leitete die bayerische Delegation bereits zum siebten Mal. Sein Pendant war erstmals Magister Lukas Zaruba vom tschechischen Umweltministerium. Landrat Andreas Meier begrüßte die Teilnehmer in der Schlosskapelle des Landratsamtes. Der Tagungsort war im vom tschechischen Fürstengeschlecht Lobkowitz erbauten Neuen Schloss sehr passend gewählt. Die bereits seit Mitte der 1970er Jahre andauernde Zusammenarbeit von Fachleuten in diesem Bereich sei ein außerordentliches Beispiel für grenzüberschreitende Kooperationen. War vor Jahrzehnten nur die Erhaltung der "nassen" Staatsgrenze wichtig, so umfassen die Themen mittlerweile alle Bereiche der Wasserwirtschaft.

Auch der bayerische Delegationsleiter zog ein durchwegs positives Resümee: "Die erstmalige Zusammenarbeit mit Magister Zaruba hat wunderbar funktioniert. Für viele auch schwierige Punkte wie etwa die Bleikristallproblematik im Bereich Marktredwitz wurden sehr gute Ansatzpunkte gefunden."

Wenke Berling vom Sekretariat des Ständigen Ausschusses Bayern hatte Tagung und Rahmenprogramm mit Heinz Giehl vom Landratsamt organisiert. Beide zeigten sich zufrieden.

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