09.03.2018 - 13:54 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Entwurf für Innenraum des Kreisverkehrs in Neustadt wird überarbeitet Noch keine runde Sache

Ein Stadtrat findet die Idee mit Wappen und Fahnen klasse. Doch nachdem der Entwurf dem nächsten nicht gefällt, dreht sich die Diskussion um den Kreisel.

Ein kleiner grüner Hügel in der Mitte des Kreisverkehrs ist den Stadträten als nördlicher Eingang zur Stadt zu fad. Sie wollen das runde Areal gestalten. Über das Wie sind sie sich aber noch nicht einig. Bild: Schönberger
von Uwe Ibl Kontakt Profil

 Die Gärtnerei Steinhilber und der Landschaftsbauer Peter Meyer wollen in der Mitte des neuen Kreisverkehrs mit Glasschotter die Silhouette des Neustädter Wappens in Rot und Grün legen. Die umliegenden mandalaartigen, symmetrischen Kreise enthalten die weiteren Stadtfarben Gelb und Blau, ebenfalls als Glasschotter abwechselnd mit bepflanzten Beeten.

Auf der leichten Erhöhung sollen vier Fahnenmasten thronen. Den äußeren Rand bildet Basaltschotter.

Die Flaggen lobte CSU-Sprecher Joe Arnold. Obwohl er gestand, sich das Endergebnis nicht genau vorstellen zu können, sprach er von einem tollen Entwurf. "Man müsste mal eine Ballonfahrt machen und es sich von oben anschauen."

Bei Achim Neupert und den Genossen hält sich die Begeisterung über den Entwurf in Grenzen. "Wir wollen nicht sagen, dass es scheiße ist, aber wir wollten das mal anmerken", platzte es aus dem SPD-Sprecher ungewohnt emotional heraus. "Wenn das Wappen nur rot und grün ohne St. Martin ist, dann sind das die Farben von Weiden."

Der Genosse erinnerte an das neue Logo der Stadt, das hier Verwendung finden könnte. Er sprach von einer pflegeintensiven Variante mit bunten Steinen, Glasschotter und Wechselbepflanzung, die lange Folgekosten nach sich ziehe. Bei der Ausfahrt aus der Stadt stehe das Wappen außerdem auf dem Kopf - und durch den Hügel in der Mitte sei es kaum zu sehen, ergänzte Annette Karl (SPD).

Auch Hermann Schmid votierte im Namen der Freien Wähler dafür, das Logo mit in die Gestaltung einzubeziehen. "So wie es jetzt aussieht, ist es einfach fad."

"Wir brauchen eine Alternative", waren sich dritter Bürgermeister Heribert Schubert und Rathauschef Rupert Troppmann einig. "Ich bin dreimal um den Kreisverkehr herumgegangen, und mir gefällt Glasschotter", bekannte Troppmann. "Aber wir machen noch Entwürfe und klären, ob wir Fahnenmasten aufstellen dürfen." Eine Entscheidung über die Gestaltung soll der Bauausschuss vor Ort überlegen.

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