29.06.2017 - 20:10 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Forum Neustadt Plus unterstützt Beschneiungsanlage, Spielfeld der Begegnungen und Kräutergarten Skulpturen in der Warteschleife

Die Zoiglkultur hebt die nördliche Oberpfalz von anderen Regionen ab. Daran zweifelte im Forum Neustadt Plus niemand. Dennoch wollte das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe Leader (LAG) unter Leitung von Landrat Andreas Meier noch nicht darüber abstimmen, ob es für die Umsetzung des Zoigl-Skulpturenwegs Geld aus dem Leader-Topf gibt oder nicht. Knapp 200 000 Euro hatte der Kulturverein beantragt.

Das Forum Neustadt Plus ist nicht abgeneigt, will sich aber erst mit Tirschenreuth absprechen. Diesen Entwurf hat Künstler Harald Bäumler für Neuhaus vorgesehen. Bild: gsb
von Michaela Lowak Kontakt Profil

Die Mitglieder waren vom Engagement von Norbert Neugirg und dem Amberger Kulturverein Bohème durchaus angetan. Doch da dieser Weg ein Kooperationsprojekt der beiden Landkreise Neustadt und Tirschenreuth ist, entschied sich das Forum, die Entscheidung zu vertagen. "Wir wollen uns zeitnah mit Tirschenreuth treffen", sagte Landrat Andreas Meier. Außerdem wünscht sich er sich Nachbesserungen im touristischen Konzept. "Mir fehlt das Drumherum." In den fünf Orten Eslarn, Neuhaus, Windischeschenbach, Falkenberg und Mitterteich, die mit dem Prädikat "echter Zoigl vom Kommunbrauer" werben, sollen Werke des Künstlers Harald Bäumler aufgestellt werden, die den Weg des Zoigls von der Herstellung bis hin zur Geselligkeit zeigen. Insgesamt kostet das Projekt 405 663 Euro. 160 000 Euro will der Kulturverein übernehmen.

Der Förderverein Skilift Wurmstein darf sich über die Zusage von 32 000 Euro freuen. Der Verein finanziert damit eine Beschneiungsanlage , die den Skibetrieb in Flossenbürg garantieren soll. Der Verein hat sich bereits mit 48 000 Euro Eigenanteil eingebracht. Karlheinz Grundler erläuterte kurz das Engagement des Vereins und die Bedeutung des Skihangs im Hinblick auf das Langlaufzentrum Silberhütte und das neugestaltete Gaisweiherareal.

Der Markt Moosbach bekommt 37 512 Euro für einen neuen Kräutergarten , in dem Gewürz- und Heilpflanzen wachsen, alte Rosen zu sehen sind, Pflanzen nach Hildegard von Bingen gedeihen und Obstbäume stehen. Drei Moosbacher Frauen machen zurzeit eine Ausbildung zur Kräuterführerin. Der Garten kann für Schulprojekte genutzt werden. Bürgermeister Hermann Ach schwärmte von einem "Treffpunkt für Gäste und Einheimische". Die Gesamtkosten belaufen sich auf 74 400 Euro. Aus der Soccerarena ist ein "Spielfeld der Begegnungen" geworden. Wohlwollend nahm das Forum das überarbeitete Konzept des Sportclubs Eschenbach entgegen.

Das Projekt stand bereits vor einigen Monaten zur Debatte. Neben einem Spielfeld soll es Ruhezonen mit Sitzbänken geben. Auch über die Finanzierung hat sich der Verein Gedanken gemacht. Ein Teil des Geldes (8700 Euro) soll über eine Baustein-Aktion zusammenkommen. Jeder, der möchte, kann sich für 30 Euro einen Stein kaufen. 17 000 Euro will der Sportclub übernehmen, 37 850 Euro steuert nun das Forum bei. Den Rest finanziert die Stadt.

20 000 Euro sollen in ein eigenes Projekt der Lokalen Aktionsgruppe fließen. Geschäftsführerin Daniela Franz umriss kurz die Eckpunkte des "Bürgerengagements ". Damit sollen Maßnahmen gefördert werden, die aufgrund der Bagatellgrenze normalerweise für einen Leader-Antrag nicht in Frage kommen. Voraussetzung sind aber Themen wie Umwelt, Klimaschutz oder Demografie. Pro Projekt können 1500 Euro gezahlt werden.

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