12.02.2018 - 18:54 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Klaus Bergmann ist nach Wahlkreisversammlung in Regensburg enttäuscht, aber nicht demotiviert Auch auf Platz 8 um jede Stimme kämpfen

Neustadt/Weiden. Klaus Bergmann (53), Sprecher der Grünen im Kreistag, will bei der Landtagswahl im Oktober von Listenplatz 8 so viele Stimmen wie möglich für seine Partei holen. Bei der Kandidatur für den sicheren Platz eins ist der Diplomingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik aus Neuhaus am Wochenende dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Landtag, Jürgen Mistol, unterlegen. Der gebürtige Weidener und zweite Sprecher des Kreisverbands Neustadt erhielt 5 Stimmen, Mistol 28.

Klaus Bergmann hat es nicht auf den sicheren Platz geschafft. Archivbild: Popp
von Martin Staffe Kontakt Profil

Herr Bergmann, sind Sie enttäuscht?

Bergmann: Ja, vielleicht ein bisschen. Aber mir war klar, dass ich gegen einen amtierenden Abgeordneten antrete, noch dazu aus Regensburg.

Hatten Sie die Kandidatur nicht gut genug vorbereitet?

Möglicherweise hätte ich das besser machen können. Aber es war meine erste Kandidatur. Das nächste Mal wird es bestimmt besser laufen, falls es ein nächstes Mal gibt.

Schließlich sind Sie auf Platz acht gelandet.

Ich durfte mich vor der Abstimmung um Platz eins vorstellen, dann nicht mehr. Die Plätze zwei und drei waren für Frauen reserviert. Für die nächsten Plätze hatte ich dann keine Chance. Da hatten sich die Delegierten offenbar schon festgelegt.

Sind sie jetzt beleidigt, Treten Sie kürzer?

Auf keinen Fall. Es gibt keinen Grund dafür. Wir können in der Nordoberpfalz zufrieden sein. Anna Toman aus Bärnau steht auf Rang 2 der Landtagsliste und Agnes Scharnetzky aus Weiden auf Rang zwei der Bezirkstagsliste.

Wie geht es weiter?

Die Leute finden mich auch auf Platz 8 der Liste. Als Direktkandidat werde ich mich voll ins Zeug legen. Wer mich kennt, mich schätzt und mit meiner Arbeit zufrieden ist, wird mich wählen. Mit meiner Erfahrung werde ich den Kandidaten der anderen Parteien, auch Stephan Oetzinger von der CSU, das Leben schwer machen.

Was werden Ihre Schwerpunkte im Wahlkampf sein?

Klimaschutz und Energiepolitik. Ich bin seit 30 Jahren hauptberuflich in der Energiepolitik tätig. Wenn wir die Kohle abschalten und in den erneuerbaren Energien entscheidend vorankommen, wäre das schon die halbe Miete. Wichtig sind mir ebenso eine vernünftige Verkehrspolitik und eine ökologische, nachhaltige Landwirtschaft. Da können wir gerade auch in unserer Region viel bewegen.

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