Marco Saller wird in Stichwahl Nachfolger von Richard Meier
Kreisbrandrat mit 25 Jahren

Landrat Andreas Meier gratuliert als erster dem neuen Kreisbrandrat Marco Saller (von rechts).
Politik
Neustadt an der Waldnaab
12.04.2018
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Landrat Andreas Meier (Zweiter von links) gratuliert dem neuen Kreisbrandrat Marco Saller (Dritter von links) und wünscht ihm alles Gute für seine neue Aufgabe. Das Führungsteam der Feuerwehr im Landkreis (von rechts): Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz, Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer, der scheidende Kreisbrandrat Richard Meier und Kreisbrandinspektor Ulrich Kraus. Bild: arw

Kreisbrandrat Richard Meier zieht sich nach 18 Jahren zurück. Es sollten Jüngere ran. Das ist jetzt geschehen. Neuer Kreisbrandrat wird ein 25-Jähriger.

In einer Stichwahl wurde am Mittwochabend Kreisbrandmeister (KBM) Marco Saller gewählt. Er tritt zum 1. Juni die Nachfolge Meiers an. Zur Dienstversammlung hatten sich 111 von 116 Feuerwehrkommandanten des Landkreises, die wahlberechtigt waren, in der Stadthalle in Neustadt/WN eingefunden. Im ersten Wahlgang hatten die Kommandanten zwischen Kreisbrandinspektor (KBI) Johann Rewitzer, KBI Wolfgang Schwarz, KBM Marco Saller und Kommandant Michael Spranger zu entscheiden.

Landrat Andreas Meier gab den vier Kandidaten die Gelegenheit, sich vorzustellen und ihre Ziele zu erläutern. Der Abteilungsleiter für Brand- und Katastrophenschutz, Oberregierungsrat Markus Zapf, erläuterte ausführlich den Ablauf der Wahl. Es wurde geheim abgestimmt und nach namentlichem Aufruf. Als Wahlhelfer fungierten Herbert Putzer, Klaus Lotter und Elisabeth Reber. Im ersten Wahlgang konnte Rewitzer 27 Stimmen, Schwarz (35), Saller (39) und Spranger (10) Stimmen auf sich vereinen. In der Stichwahl setzte sich Saller mit 68 Stimmen gegen Schwarz mit 43 Stimmen durch.

Landrat Andreas Meier gratulierte nicht nur dem künftigen Kreisbrandrat, sondern auch den unterlegenen Kandidaten. Am Schluss der Versammlung beglückwünschten alle den neuen Kreisbrandrat und wünschten ihm viel Erfolg.

Landrat Meier, der auch die Grüße von Bürgermeister Rupert Troppmann überbrachte, sprach von einem besonderen Abend. Es würden die Weichen für die Zukunft gestellt. Meier sprach von einem transparenten Verfahren. Es sei bekannt, was von den Bewerbern gefordert werde. Er gebe keine Empfehlung ab. Als Chef der Feuerwehren wisse er, dass Kreisbrandrat kein leichtes Amt ist. Dieser bewege sich in einem Spannungsfeld zwischen Bauherren, Gemeinden und Feuerwehren.

Meier unterstrich, wie wichtig der Brandschutz in den Gemeinden ist. Alle Beteiligten müssten versuchen, den Brandschutz in die Köpfe der Bevölkerung hineinzubringen. Die Kommandanten in den Gemeinden trügen eine besondere Verantwortung und dafür sprach ihnen Landrat Meier seinen Dank aus. Die Wahl sei ein demokratischer Vorgang. Meier bat darum, das Ergebnis zu akzeptieren. Es müsse weiterhin zusammengearbeitet werden - auch wenn es anfangs vielleicht nicht einfach sei.

Weitere Grußworte sprachen unter anderem Herbert Putzer von der Integrierten Leitstelle (ILS). Er dankte für die gute Zusammenarbeit. Es habe nie ernsthafte Probleme gegeben. Polizeihauptkommissar Stefan Moller von der Polizeiinspektion Neustadt/WN überbrachte die Grüße des Polizeipräsidenten. Es gebe immer mehr Aufgaben für Polizei und die Feuerwehr. Moller sprach die Behinderung von Einsatzkräften und Gewalt gegenüber Helfern an. Daher gelte dem Ehrenamt Respekt. Für das Technische Hilfswerk (THW) war Rüdiger Maezig aus Hof angereist und hob die Verbesserung zwischen den Verbänden hervor. Bericht folgt

Marco SallerDer designierte Kreisbrandrat Marco Saller aus Bergnetsreuth (Markt Floß) gehört mit 25 Jahren zu den Jungen der Feuerwehrgarde. Er ist Kreisbrandmeister und in der EDV-Einsatznachbearbeitung tätig. Als Leiter der Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung ist er auch im Katastrophenschutz aktiv. Beruflich ist der Betriebswirt und Prozessmanager bei Witron (Service) beschäftigt. (ms)
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