Polizei klärt CSU auf
Neuer Inspektionsleiter ab 2018

Vertreter der CSU-Kreistagsfraktion und des Ortsverbandes Neustadt sowie Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht (rechts) informierten sich bei Dienststellenleiter Werner Hanauer (Vierter von links) und Stellvertreter Stefan Moller (Siebter von rechts), die das erste Einsatzfahrzeug in blau präsentierten. Bild: bgm

Während Internetkriminalität ein Dauerbrenner bleibt, scheint sich die Situation bei Wohnungseinbrüchen langsam zu bessern. Asylbewerber machen der Polizei dank dezentraler Unterkünfte nur geringe Probleme.

(bgm) 24 Wohnungseinbrüche im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion schlagen 2015 in der Kriminalstatistik zu Buche. Immerhin sechs Fälle sind geklärt insbesondere dank DNA-Spuren, die an den Tatorten gesichert wurden. 2016 haben Einbrecher bislang zwölfmal gewütet. Ein Täter wurde ermittelt. "Schön langsam merkt man, dass die Bevölkerung sensibler reagiert", sagte stellvertretender Inspektionsleiter Stefan Moller beim Infogespräch mit der CSU-Kreistagsfraktion. "Die beste Alarmanlage ist ein aufmerksamer Nachbar", betonte Moller.

Die tatsächliche Aufklärungsquote sei vielleicht sogar noch besser. "Wir erwischen die meisten Täter. Die Frage ist, ob man nachweisen kann, was sie vorher schon alles gemacht haben", schätzt der Fachmann, der seit August diesen Jahres als Vertreter von Dienststellenleiter Werner Hanauer fungiert.

Auch die verstärkte Aufklärungsarbeit der Polizei trage Früchte. Beim Einbau neuer Fenster würden die Hauseigentümer auf Einbruchssicherheit achten. Einen Zusammenhang mit den Sperrmüllabfuhrzeiten, sieht Moller nicht. Nur bei einfachen Diebstählen gebe es eine Häufung.

Die CSU-Politiker zeigten sich zufrieden mit der Arbeit der Ordnungshüter. Bürgermeister und Kreistagsfraktionsvorsitzender Stephan Oetzinger sprach von einem "positiven Echo" aus der Bevölkerung. Der Neustädter Rathauschef Rupert Troppmann lobte die starke Präsenz: "Das zeigt Wirkung."

Lob gab es auch in umgekehrter Richtung. "Wir können uns mit allen Anliegen an sie wenden und das freut uns", bestätigte Hanauer, der am 31. Dezember 2017 seinen letzten Arbeitstag vor dem Ruhestand haben wird. Seine Stelle wird bayernweit ausgeschrieben. "Mit den zur Verfügung stehenden Beamten können wir wirklich guten Dienst leisten", betonte der Inspektionsleiter. Er hob den niedrigen Altersdurchschnitt seiner Beamten von 43 Jahren hervor. Der Frauenanteil betrage 19 Prozent.

Bei der Kriminalstatistik, die alle bearbeiteten Vorgänge erfasst, bleibt die Zahl auf dem Niveau der Vorjahre. Nach 1117 Fällen 2014 und 1015 Vorgängen 2015, zählten die Statistiker bislang 1113 Vorgänge. Die Aufklärungsquote liegt bei 72,8 Prozent. Ein Dauerbrenner bleibe das Thema Internetkriminalität.

Drei Verkehrstote

Nach vier Verkehrstoten im Vorjahr verstarben 2016 bislang drei Menschen auf den Straßen im Inspektionsgebiet. Im Bereich der Asylbewerber - insgesamt gibt es 37 Unterkünfte im Inspektionsgebiet - gebe es fast ausschließlich kleinere Streitigkeiten untereinander. Positiv mache sich dabei im Unterschied zu Großstädten die dezentrale Unterbringung bemerkbar. Im Schnitt leben zehn Asylbewerber in einer Unterkunft.

Die beste Alarmanlage ist ein aufmerksamer Nachbar.Stefan Moller
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