30.11.2017 - 14:30 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

SPD-Kreistagsfraktion in Klausur Genossen-Lob für Landrat

Tiefenbach-Neustadt/WN. (mef) Auf der Tagesordnung stand "politische Beratung": Zu einem Klausurwochenende zog sich die SPD-Kreistagsfraktion in den Gasthof "Russenbräu" in Tiefenbach zurück. Mit dabei die SPD-Bürgermeister im Landkreis und der Vorstand des Kreisverbands. Nicht nur Kreispolitik war dabei angesagt, sondern auch ein Rückblick auf die Bundestagswahl. Die Abgeordneten Uli Grötsch und Annette Karl gaben zu verstehen, dass ihnen der hohe Stimmenanteil der AfD schwer zu schaffen und die Verluste der SPD zu schaffen machen.

von Ralph Gammanick Kontakt Profil

Die Partei habe sich von Kernthemen entfernt, räumte Unterbezirksvorsitzender und Bayern-SPD-Generalsekretär Grötsch ein. Selbst wenn es bei der CSU "gewaltig qualme", müsse die SPD aus der Bundestagswahl lernen. Die Vernachlässigung von Themen wie "sozialer Wohnungsbau" kritisierte Fritz Betzl aus Eschenbach. Einen Wandel der Gesellschaft erkannte der Eslarner Bürgermeister, Reiner Gäbl.

Thematisch zurück im Landkreis, durfte ein Rückblick auf die erste Hälfte der Legislaturperiode 2014/20 nicht fehlen. Der Flosser Bürgermeister Günter Stich als Fraktionsvorsitzender lobte eine positive Zusammenarbeit im Kreistag festhalten. Der Landrat unterrichte gut in Fraktionssprecherunterredungen. Stich sprach von einem "unverkrampften Handeln". Die ihr aufgetragenen Termine als stellvertretende Landrätin nehme sie gerne wahr, bestätigte Margit Kirzinger. Keinesfalls sei die SPD-Kreistagsfraktion jedoch nur ein Mehrheitsbeschaffer, betonte der Grafenwöhrer Kreisrat Udo Greim. Er erinnerte daran, dass Antworten auf die SPD-Anträge zur demografischen Entwicklung und der öffentlichen Personenbeförderung in der Art eines "Baxi" ausstünden. Auch im Bereich der Wirtschaftsförderung sehe die Fraktion Handlungsbedarf: "Ein gut gelungener Imagefilm ist hier nur der Anfang", meinte Karl-Heinz Preißer aus Luhe. Die Beauftragung einer Marketingagentur für ein Leitbild müsse diskutiert werden.

Mangelndes Interesse des ganzen Kreistags für den Jugendhilfeausschuss kritisierte Lina Forster aus Eschenbach - obwohl hier viel Geld aufgewendet werde und dies auch die Zukunft des Landkreises bedeute.

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