Stadt bekommt Logo zur 800-Jahr-Feier
Das „J“ gefällt nicht jedem

Mit einer Variation des Stadtlogos wirbt Bürgermeister Rupert Troppmann für die 800-Jahr-Feier. Die Entscheidung fiel im Stadtrat schnell. Lediglich mit der Schrifttype des "J" war nicht jeder einverstanden. Bild:Schönberger

Über Geschmack lässt sich streiten. Wegen des Logos zur 800-Jahr-Feier der Stadt gibt es im Stadtrat zwei Gegenstimmen - wegen eines Buchstabens.

Die Unterlagen der Stadträte enthielten vier Vorschläge für das Logo. Allen gemeinsam war die Farbgebung, das vorangestellte grün-blaue Stadtlogo und die Schriftzüge. Unterschiedlich gruppiert die zugehörigen Jahreszahlen. Die Fraktionssprecher gaben in der Sitzung ungewöhnlich kurze Statements zu ihrem Abstimmungsverhalten. Joe Arnold (CSU): "Nummer eins aus vielen Gründen." Achim Neupert (SPD): "Nummer eins. Die Entscheidung in der Fraktion dauerte ganze zwei Minuten." Gerhard Steiner (Freie Wähler): "Nummer eins."

Anderer Meinung war Bernhard Knauer (CSU). "Kann mir jemand sagen, wer das 'J' so schreibt?" Stein seines ästhetischen Anstoßes war der Hacken im oberen Querstrich des Buchstabens, der einem Y ähnelt. Dem Museumsreferenten gefiel die Schrifttype nicht. In der Abstimmung votierte auch Tanja Kippes (CSU) gegen das Logo. Einigkeit herrschte darüber, dass die Vereine das von Melanie Kreuzer entwickelte und nun offizielle Signet der Kommune, die 2018 den 800. Geburtstag feiert, verwenden dürfen.

Komplett einig war sich das Gremium, die Idee eines Ratsinformationssystems zunächst in eine Warteschleife zu schicken. Bereits zum dritten Mal stand das von Heribert Schubert ins Gespräch gebrachte Thema auf der Tagesordnung. In der Novembersitzung hatte ein Firmenvertreter die Vorteile des Wechsels von Papier auf EDV für die Stadtratsarbeit vorgestellt.

Der Aufwand sei derzeit noch größer als der Ertrag, meinte nicht nur CSU-Sprecher Arnold. Die SPD hatte intern in der Vorbesprechung keine einhellige Meinung gefasst, doch schlossen sich am Ende alle Genossen ihrem Sprecher Neupert an, der sagte, dass die Zeit noch nicht reif für die Einführung sei. Anders als Neupert bekannte Steiner, dass er anfänglich sehr begeistert von dem System gewesen sei. Er sei dem PC gegenüber sehr aufgeschlossen, habe aber ein Problem damit, in der Sitzung ein Tablet vor sich zu haben.

Einführung verschoben

"Wir werden daran nicht vorbeikommen", kündigte Annette Karl (SPD) an. Sie regte an, einen möglichen Start in der nächsten Periode vorzubereiten. Jetzt schon etwas einzupflegen, sei personell nicht möglich, entgegnete Bürgermeister Rupert Troppmann. "Ich sehe ein, dass wir jetzt noch nicht so weit sind", bekannte Schubert. "Ich stimme zu, dass wir das noch etwas zurückstellen." Vor der 2020 zu Ende gehenden Stadtratsperiode kommt das Thema erneut auf die Tagesordnung.

BauanträgeVon einem guten Ende sprach Bürgermeister Rupert Troppmann beim Antrag, aus einer ehemaligen Gaststätte in der Tirschenreuther Straße Wohnräume zu machen. Zuvor hatte sich die Stadt mehrfach dagegen ausgesprochen, die Räume als Spielhalle zu nutzen. Antragsteller ist die Schwarzenfelder Vermögensverwaltungsfirma AA-VV GmbH mit Geschäftsführer Werner Dechant. Keine Einwände hatte der Stadtrat außerdem zum Vorhaben von Alexandra und Stephan Christian. Sie wollen in der Rosenstraße 3 das Haus der Großeltern abreißen und dafür ein neues Heim mit Carport bauen. (ui)


Hier können Sie die Reden des Bürgermeisters und der Fraktionssprecher aus der Weihnachtssitzung als pdf-Dokument herunterladen:

Weihnachtsansprache des Bürgermeisters Rupert Troppmann
Weihnachtsansprache von Achim Neupert, SPD
Weihnachtsansprache von Joe Arnold, CSU
Weihnachtsansprache von Gerhard Steiner, Freie Wähler
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