11.04.2018 - 18:46 Uhr
Oberpfalz

Stadt senkt Abwassergebühr Geld fließt zurück

Diese gute Nachricht aus dem Stadtrat betrifft alle Haushalte. Die Abwassergebühr sinkt um beachtliche 69 Cent je Kubikmeter. Das gilt für die nächsten drei Jahre. Die schlechte Nachricht: Danach wird's mit Sicherheit wieder teurer.

Das ganze Jahr über läuft die Kanalsichtung in der Kreisstadt. Unabhängig davon steht fest, dass die Bürger künftig wesentlich weniger für den Kubikmeter Abwasser und ablaufendes Regenwasser zahlen werden. Bild: Schönberger
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

"Nur den Kämmerer freut das weniger", sagt Bürgermeister Rupert Troppmann mit Galgenhumor. Die Rechnungsprüfung hat festgestellt, dass die in den vergangenen Jahren von der Stadt festgesetzten Kanalgebühren zu hoch waren. "Solche Fehler kommen mal vor", beugt SPD-Sprecher Achim Neupert jeder Skandalisierung der Sache vor. Seine Stadtratskollegen sehen das ähnlich.

Die Stadt bereichert sich nicht an den Gebühren, sondern zahlt nun ordnungsgemäß zu viel verlangte Beiträge im Kalkulationszeitraum 2018 bis 2020 zurück. Das bedeutet fast 70 Cent weniger für die Bürger. Bisher zahlten sie 2,27 Euro pro Kubikmeter, nun sind es 1,58 Euro. Weil das Ganze auf einem Rechenfehler aus früheren Jahren beruht, wird sich nach 2020 der Abwasserpreis aber wahrscheinlich bei rund 2 Euro einpendeln. Vorerst sollen sich die Neustädter aber ruhig über die "Dumpingpreise" freuen, wie es CSU-Sprecher Josef Arnold nennt. "Da kann zurzeit keine andere Kommune mithalten." Die neue Kalkulation der Einleitungsgebühr hat das Kommunalberatungsbüro Hurzlmeier errechnet. Die Satzung tritt rückwirkend zum 1. Januar in Kraft.

Teurer werden die Anschlussbeiträge, wenn jemand ein Haus oder eine Gewerbeimmobilie baut. Sie steigen von 1,11 auf 1,68 Euro pro Quadratmeter. Das betrifft auch Geschossflächen. "Wenn ich ein Einfamilienhaus baue, sind das vielleicht 300 Euro Mehrkosten. Das halte ich für verkraftbar", sagt Troppmann.

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