Stadtrat beschließt weitere Finanzspritze
"Die Stadthalle boomt"

Sowohl für die Stadthalle als auch die Musikschule hat Neustadt Geld und Anerkennung übrig. Bild: Schönberger

Die Beiträge für die Stadthalle werden teurer - doch erst ab 2019. Dafür investiert die Stadt ordentlich, auch in die Musikschule.

Weiden. "Modern trotz ihres Alters", beschreibt Bürgermeister Rupert Troppmann die Halle. Und vor allem sei sie sehr beliebt. Nicht nur Feiern steigen dort, auch viele Vereine nutzen sie für ihre Jahreshauptversammlungen. Gruppen von nah und fern halten ihre Tagungen dort ab. Für 2018 gibt es schon 102 feste Buchungen, 53 von Neustädter Organisationen und 49 von auswärtigen Firmen und Privatleuten, informiert die Stadt. "So ist die Halle auch ein super Werbeträger für die Stadt", findet Troppmann.

Deshalb gibt es dieses Jahr noch einmal ordentlich Geld. 47 000 Euro sind im Haushalt 2018 eingeplant. Darin enthalten sind der bereits erfolgte Einbau der Aufzüge und die überdachte Raucherecke. Dazu kommt noch ein Umbau der Zugangstüren. Auch die Musikschule, die in die Stadthalle integriert ist, bekommt höhere Zuschüsse, die sich um 5000 auf 65 000 Euro steigern. Die Einrichtung sei "nach wie vor ein Aushängeschild der Kreisstadt", lobt Fraktionssprecher Gerhard Steiner (Freie Wähler). "Die Stadthalle boomt", findet Kollege Achim Neupert von der SPD. CSU-Sprecher Josef Arnold betont, dass mit den Zuschüssen endlich wieder das Niveau von 2003 erreicht ist, "als uns eine städtische Finanzkrise zu Kürzungen zwang." Kämmerer Michael Neidl betont, dass die Förderung der Musik schon immer einen hohen Stellenwert in Neustadt habe.

Doch auch auf eine leichte Erhöhung der Gebühren müssen sich die Nutzer der Stadthalle einstellen (siehe Infokasten). Doch erst ab 2019. "Die letzte Gebührenerhöhung liegt bereits 10 Jahre zurück", erinnert Troppmann. "Weit und breit sind wir bei der Miete trotzdem noch am unteren Level." Dabei gehe es nicht darum, zu verdienen, sondern die Kosten zu decken. "Die Stadt zahlt immer drauf, aber es muss moderat sein." Laut dem Bericht von Kämmerer Michael Neidl hat die Stadt 2016 knapp 145 000 Euro ausgegeben und 81 000 Euro vor allem durch die Vermietung eingenommen. 64 000 Euro zahlte die Stadt also 2016 drauf. So ungefähr werde die Rechnung auch die kommenden Jahre ausfallen, schätzt der Kämmerer.

Der Gebührenerhöhung stimmen die Stadträte zu. Arnold erinnert daran, wie positiv sich das Vorhaben entwickelt habe. 1999 sei die Stadthalle geplant gewesen, "einfach, dass man ein Dach über dem Kopf hat." Neupert findet, dass die Gebühren noch günstig sind. Steiner weist auf die hohe Qualität der Bewirtschaftung hin, die der Pächter garantiere.

Saalmiete ab 2019Die Preise erhöhen sich um aufgerundet 10 Prozent, immer zuzüglich Mehrwertsteuer.

für gewerbliche Großveranstaltungen: Saal I mit Bühne: 495,80 Euro; Saal II 277,31 Euro; Saal I + II mit Bühne 773,11 Euro

öffentliche Gewerbeveranstaltungen: 336,13; 201,68; 546,22 Euro

für Veranstaltungen von Vereinen, Behörden, Schulen und Einrichtungen mit Sitz in Neustadt/WN, sowie Benefizveranstaltungen: 126,05; 84,03; 201,68 Euro,

für sonstige Veranstaltungen, etwa Tagungen, von überregionalen Organisationen: 176,47; 117,65; 294,12 Euro. (blu)
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