Störnsteiner Spange statt "Im Wiesengrund"
Rettungswache gesichert

Die Tage der BRK-Rettungswache auf dem Felix sind gezählt. Bild: Schönberger

Aufatmen beim Roten Kreuz: Neustadt bekommt eine neue Rettungswache. Das Millionenprojekt entsteht aber an einem ganz anderen Standort als ursprünglich vorgesehen.

Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Nordoberpfalz hat am Donnerstag grünes Licht für das 1,2 Millionen Euro teure Vorhaben gegeben. Bauherr ist der BRK-Kreisverband Weiden-Neustadt. Er betreibt die Wache für den ZRF.

Vorgesehen war der Neubau im Industriegebiet "Im Wiesengrund". Doch daraus wurde nichts. Die Wache mit Katastrophenschutzzentrum für den BRK-Kreisverband wird jetzt an der Störnsteiner Spange gebaut. Bürgermeister Rupert Troppmann ist glücklich, dass die Stadt noch ein anderes Grundstück anbieten und so einen Weggang verhindern konnte.

Problem Flossenbürg

Die Rettungswache, in der auch das BRK seine neue Heimat finden wird, sei für die Kreisstadt eminent wichtig. So könne sich die Bevölkerung sicher fühlen. Vorausgegangen waren umfassende Untersuchungen. Knackpunkt ist die Randgemeinde Flossenbürg. Weil die Rettungsfahrzeuge die vorgeschriebene Anfahrtszeit von zehn, maximal zwölf Minuten einhalten müssen, war der Standort "Im Wiesengrund" aus dem Rennen. Aber auch von der bestehenen Wache auf dem Felixberg aus wäre diese Zeit nicht zu schaffen. Rettungsfahrzeuge haben die Strecke x-mal abgefahren. Die bisherige vom ZRF von den Kliniken Nordoberpfalz angemietete Rettungswache mit sieben, acht hauptamtlichen Mitarbeitern, einem rund um die Uhr einsatzbereiten Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeug sowie dem Krankentransport beim ehemaligen Krankenhaus ist nicht mehr zeitgemäß und entspricht auch nicht mehr den Vorgaben. Sie wurde vor rund 15 Jahren im einstigen Schwesternwohnheim eingerichtet. Damals musste der Notarzt noch im Rettungswagen mitfahren. Längst kommt er selbst an die Unfallstelle.

Das Rendezvous-System ist eine in Deutschland praktizierte Einsatztaktik des Rettungsdienstes, bei der zwei Einheiten parallel alarmiert werden und dann gemeinsam zum Einsatzort fahren, um Hilfe zu leisten. Aber das Krankenhaus auf dem Felix gibt es nicht mehr. Die Notärzte kommen von ganz woanders her, meist aus ihren Praxen.
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