08.03.2018 - 20:00 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Wehr bekommt Nachwuchsgruppe und Einsatzleitwagen Auto und Kinder

Die Stadt soll ein neues Feuerwehrauto und eine Kinderfeuerwehr bekommen. Große Zustimmung gab es für den 2019 geplanten Kauf eines Einsatzleitwagens (ELW). 85 000 Euro sollen dafür im nächsten Haushalt bereitliegen. Gemäß Feuerwehrzuwendungsrichtlinien erwartet die Stadt dafür eine Förderung des Freistaates in Höhe von 31 500 Euro. Das Auto soll den in die Jahre gekommenen Kommandowagen und ein Mehrzweckfahrzeug ersetzen.

von Uwe Ibl Kontakt Profil

"Die Feuerwehr freut sich, wenn sie den ELW bis zum Jubiläum im Mai 2019 bekommen würde", sagte Feuerwehrreferent Franz Witt. Der alte Kommandowagen habe über 200 000 Kilometer auf dem Tacho. Witt sprach von einem vorausschauenden Kauf, bevor das alte Gefährt auseinanderfalle. Nach den Worten von Bürgermeister Rupert Troppmann bemühe man sich jetzt, den Förderantrag schnellstmöglich auf den Weg zu bringen und das Auto wegen der langen Lieferzeiten heuer noch auszuschreiben.

Gegen die Stimmen von Zacharias Rebl und Bernhard Knauer beschloss der Stadtrat, eine Kindergruppe für die Feuerwehr zu unterstützen. Mitreden durfte der Stadtrat bei dieser Idee der Feuerwehr, weil er als Sachaufwandsträger für die Finanzen zuständig ist.

Knauer sprach von einem "Kasperltheater", schon Sechsjährige zur Feuerwehr zu holen. Auch Joe Arnold war nicht begeistert, den Nachwuchs immer früher in Vereine zu bringen. "Wenn das so weitergeht, stehen die Vorstände am Kreissaal an." Gleichwohl unterstützte er das Anliegen der Wehr. "Wenn die das will, okay."

Je eher man den Nachwuchs an die Feuerwehr heranführe, desto größer sei die Chance, Kinder an die Feuerwehr zu binden. Pädagogisch versiertes Personal sei vorhanden, ergänzte Bürgermeister Troppmann und sagte zu, die Einrichtung einer Kindergruppe zu unterstützen.

Alles habe einwandfrei geklappt, lautete das Fazit der Rettungskräfte, berichtete Witt von einem Nachtreffen der Helfer beim Brand im Caritas-Altenheim. "Die große Herausforderung war die Evakuierung der 81 Bewohner." Hilfreich sei gewesen, dass man das erst kurz vor dem Ernstfall geprobt habe.

Insgesamt waren 156 Leute aus 10 Feuerwehren sowie 134 Helfer vom Roten Kreuz mit 54 Rettungswagen, 30 Aktive des Technischen Hilfswerks und 8 von der Bergwacht neben den Polizisten vor Ort. "Mit dem Personal des Seniorenheimes waren es alles in allem etwa 350 Personen." Bürgermeister Troppmann sprach abschließend lobend von einem "professionellen Einsatz".

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