02.06.2017 - 14:56 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Zweckverband soll Blitzer schicken Stadt reagiert auf Raser

Die Weidener Parksheriffs verlassen Neustadt. Doch Autofahrer sollten weiterhin nicht nur aus Rücksichtnahme darauf achten, wo sie ihren Wagen, wie lange abstellen. Auch beim Blick auf den Tacho bewahrt Sorgfalt vor Schaden.

Noch verteilen die Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung der Stadt Weiden auch in Neustadt die Knöllchen an Falschparker. Obwohl man mit deren Arbeit zufrieden war, wird ab September der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz mit Sitz in Amberg diese Aufgabe übernehmen. Bild: Schönberger
von Uwe Ibl Kontakt Profil

Ab September soll der Zweckverbands Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz aus Amberg Raser abschrecken und Falschparker in die Schranken verweisen. Der Stadtrat beschloss gegen die Stimme von Zacharias Rebl (FW) den Auftrag zunächst bis Ende 2018 zu vergeben.

"Persönlich dachte ich immer, wir brauchen das nicht, weil in Neustadt ordentlich gefahren wird", bekannte CSU-Sprecher Josef Arnold. "Mittlerweile ist unsere ganze Fraktion der Meinung, dass die Verkehrsüberwachung an einigen Punkten nötig ist."

Aber die CSU will ebenso wie die übrigen Parteien einen Einfluss darauf haben, wann, wo und was kontrolliert wird. Ziel sei es an Gefahrenstellen einzugreifen und die Leute zu einem sensiblen Umgang mit den Verkehrsmitteln zu bewegen.

Beschilderung verbessern

SPD-Sprecher Achim Neupert, von dessen dessen Fraktion die Initiative zur Verkehrsüberwachung kam, sah es ebenso. "Wir sollten berücksichtigen, wo auch wir als Stadt noch etwas tun können", warb er um Verbesserungen bei der Beschilderung in der Industrie- und der Johann-Dietl-Straße. "Da weiß man gar nicht mehr, dass man nicht schneller als 30 fahren darf." Beim Zweckverband sehe er die Geschwindigkeitsüberwachung wegen ausreichender Einflussmöglichkeiten für die Stadt gut aufgehoben.

Von erschreckenden Zahlen sprach Gerhard Steiner. "Die, die sich am Schulhügel zwischen 6 und 9 Uhr nicht an die Begrenzung halten, sind ja wohl zumeist die, die wohl selbst Kinder haben." Bis auf Rebl sprachen sich auch die Freien Wähler für die Verkehrsüberwachung aus.

Aus für Weidener Sheriffs

Der Zweckverband ist künftig für die Geschwindigkeitskontrollen und die Einhaltung der Parkmoral in der Stadt zuständig. Darüber wacht bisher die Stadt Weiden. Mit deren Mitarbeitern gab es ein problemloses Arbeiten, lobte Bürgermeister Rupert Troppmann.

Künftig wolle man die Aufgaben aus einer Hand und nur einen Ansprechpartner, so Troppmann. Deshalb beende man die Zusammenarbeit mit den Weidener Parksheriffs .

Angemerkt: Sicherheit statt Abzocke

Der Stadtrat hat sich mit der Überwachung nicht nur des ruhenden, sondern auch des fließenden Verkehrs für die Sicherheit der Einwohner entschieden. Eine Testphase hatte erschreckende Werte über Autofahrer zutage gebracht, die zum Teil viel zu schnell unterwegs waren.

Allzuoft ist von Abzocke die Rede, wenn es um Raser und Blitzer geht. Dass aber uneinsichtige Fahrer Gesundheit und Leben anderer Menschen gefährden, will niemand hören. Gut, dass es hier kaum Argumente gab, wie kürzlich in Freihung.

Dort stellte sich sogar der dritte Bürgermeister vor die Raser: "Ich verabscheue diese Blitzer." Ein anderer Freihunger Marktrat nannte es nicht gut, "wenn einer durch Führerscheinentzug seinen Job verliert."

uwe.ibl[at]oberpfalzmedien[dot]de

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