[Aktualisiert] Neustädter Basketballer beenden Saison als Fünfter
DJK krönt Auf- und Ab-Saison

In einem spannenden Spiel hielt Lukas Bieber den glücklichen, aber verdienten Sieg für die Neustädter Basketballer fest. Die Tropics Würzburg zeigten, obwohl nur mit sechs Mann angetreten, eine starke Partie. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
15.04.2018
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Erst Tabellenführer, dann Tabellenletzter. Dann die Aufholjagd. Verrückter hätte die Saison für die Neustädter Basketballer kaum laufen können. Mit ihrem letztlichen Platz fünf in der Abschlusstabelle nach dem 79:75 (38:37)- Erfolg gegen die TG Würzburg am Samstag hatte jedoch keiner gerechnet.

Nach einem perfekten Saisonstart an der Tabellenspitze sorgte unter anderem eine Verletztenmisere dafür, dass Neustadt in der Tabelle durchgereicht wurde. Mit fünf Siegen in den fünf letzten Spielen rollte die Merkl-Truppe die Liga aber wieder von hinten auf.

Der abschließende Erfolg der Serie sollte sich aber extrem schwer gestalten, obwohl beim Anpfiff alles für den Tabellensiebten sprach. Der neutrale Basketballfan - und davon gab es unter den mehr als 330 Zuschauern in der Gymnasiumhalle kaum welche - konnte neben Respekt auch etwas Mitleid mit den Gästen haben. Würzburg war als Tabellendritter mit einem Sechs-Mann-Notaufgebot angereist, um sich mit einem Erfolg noch die Minimalchancen auf den Aufstieg zu erhalten. Neustadt ging es darum, das letzte Fünkchen Abstiegsgefahr auszulöschen und seinen Fans eine unterhaltsame Begegnung zu liefern. Das gelang besser als erwartet.

"Letztlich war es eine echte Zitterpartie, aber so ein knappes Spiel zu gewinnen, ist toll für die Zuschauer", freute sich auch DJK-Coach Stefan Merkl über das stimmungsvolle Saisonfinale. "Weil wir die Würzburger deutlich tiefer besetzt erwartet hatten, war bei unseren Leistungsträgern etwas die Luft raus. Zumal kurz nach einem ausgeglichenen ersten Viertel auch noch TG-Captain Christoph Horzella verletzt ausschied. "Daher waren wir zu zögerlich und auch etwas zu unkonzentriert. Und konnten uns nicht richtig absetzen", so Merkl, der auch den jungen Bankspielern viel Einsatzzeit gab. 

Letztlich war es eine echte Zitterpartie, aber so ein knappes Spiel zu gewinnen, ist toll für die Zuschauer.DJK-Coach Stefan Merkl 

Die DJK um Topscorer Tobias Merkl (19 Punkte) schraubte Anfang des Schlussviertels ihren Vorsprung dennoch auf solide 14 Punkte (71:57). Da zeigten die Tropics aber, warum sie - durchweg voll besetzt - nach Merkls Meinung sogar Meister hätten werden können. "Ich zolle da größten Respekt, wie sie trotz unseres Drucks läuferisch durchgehalten haben. Sie waren zu sechst ein besseres Team als so manche Mannschaft, die vollbesetzt gegen uns gespielt hat", sagte der DJK-Trainer. "Besonders ihre Zonenverteidigung hat uns viel Nerven gekostet, obwohl wir darauf eingestellt waren."

Würzburg kam durch zwei Dreier und eine starke Quote von der Freiwurflinie in der Schlussminute sogar auf 75:76 heran. Doch die DJK bewies starke Nerven. Schließlich war es Lukas Bieber, der mit zwei verwandelten Freiwürfen den glücklichen aber verdienten Sieg rettete.

"Am letzten Spieltag sind alle Spiele ideal für uns gelaufen, der fünfte Platz ist ein Riesenerfolg." Merkl lobte sein Team und vor allem auch die Co-Trainer Marco Campitelli und Stefan Rupprecht. "Ich muss hervorheben, wie unsere Spieler in der Phase der Saison, als wir stark unter Druck gestanden haben, durchgehalten haben." Besonders auch die mit weniger Einsatzzeiten hätten perfekt mitgezogen. "Nur dadurch und durch unsere Fans sind wir am Schluss da, wo wir auch sportlich auch hingehören", so Merkl. "Mit allen zusammen hat das Team eine gute Perspektive auch in der kommenden Saison."

DJK: Merkl (19 Punkte, 4 Fouls), Krysl (10/3), Meißner (9/3), Stych (9/2), Klughardt (8/2), Tarwoe (8/4), Bieber (6/2), C. Sailer (6/2), Saro (4/2), Aßheuer (0/3), J. Sailer (0/1) und Pöss.
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