04.02.2018 - 21:52 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Basketball Bittere Niederlage für DJK Neustadt

Ein, zwei Minuten in denen kein Ball ins Netz fallen will, unverständliche Pfiffe der Unparteiischen und ein K.-o.-Treffer in der Schlussminute - nur hauchdünn verpassen die Neustädter Basketballer bei der 79:84 (49:39)-Niederlage in einem Basketball-Krimi die Überraschung gegen die Chemnitz Niners.

Tobias Meißner nimmt Maß: Die DJK Neustadt lieferte den favorisierten Chemnitz Niners einen harten Kampf - mit dem glücklicheren Ende für die Gäste. Bild: Büttner
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Neustadt. Dabei war das Schlussviertel in der Gymnasiumhalle ein echtes Wechselbad der Gefühle. Aus einem 64:63 für Neustadt zum Viertelbeginn hatte Chemnitz mit drei Dreiern in kurzer Folge fünf Minuten vor dem Ende eine Acht-Punkte-Führung gemacht. Was wie eine Vorentscheidung schien, spornte das Team um Tobias Merkl (22 Punkte) aber nur umso mehr an. Angetrieben von rund 260 lautstarken Fans arbeiteten sich die Neustädter noch einmal heran. Der starke Adrian Saro glich für die DJK zum umjubelten 77:77 aus. Die Halle tobte.

Doch ehe Neustadt den Wirkungstreffer nutzen konnte, kam postwendend der Dämpfer mit einem erneuten Drei-Punkte-Wurf der Niners, die gleich noch einmal zwei Punkte drauflegten. 90 Sekunden vor dem Abpfiff ließ sich der Tabellenvierte den Sieg nicht mehr nehmen.

Defensiv gesteigert

"Das ist halt sehr bitter für das Team", ist Coach Stefan Merkl auch am Tag nach der Niederlage noch sichtlich mitgenommen. Und lobt seine jungen Spieler: "Die erste Hälfte war überragend. Wir haben Einsatz gezeigt und uns auch defensiv noch einmal gesteigert. Auch den Chemnitzer Topspieler Andrew Jones (21 Punkte) hatten wir lange ganz gut im Griff." Nachdem Neustadt in der ersten Halbzeit das Spiel bestimmte, begann der offensivstarke Favorit die Aufholjagd.

Im dritten Viertel verspielte Neustadt unter anderem durch einige Ballverluste und verlegte, einfache Korbleger seine Zehn-Punkte-Führung. "Das sind Fehler, bei denen man merkt, welcher Druck auf der Mannschaft lastet", sagte Merkl. "Und dass durch die vielen Ausfälle wichtige Abläufe in engen Situationen einfach noch nicht greifen." Adrian Saro etwa, der aus dienstlichen Gründen zuletzt oft fehlte, zeigte am Samstag, wie wertvoll er für das Team ist. Nur ein Beispiel von zuletzt zwischen fünf und neun nicht einsatzfähigen Spielern. Mit dem bis dahin überzeugenden Christoph Sailer, der mit dem Fuß umknickte, kommt nun wohl ein weiterer hinzu.

Falsche Entscheidungen

Doch daran lässt sich nichts ändern. Merkl und sein Team wollen nun unaufgeregt von Spiel zu Spiel schauen. "Auf dem Platz muss man die bestmöglichen Entscheidungen treffen. Das haben wir nicht immer getan", analysiert der Trainer. "Gegen Ende des Spiels müssen wir langsamer spielen, statt Schüssen von Außen mehr auf Zug zum Korb gehen und Teamfouls ziehen. An dieser Entscheidungsfindung müssen wir noch deutlich arbeiten."

Die DJK bleibt Tabellenzehnter mit 10 Punkten. Dadurch aber, dass direkte Konkurrenten punkteten, rücken die Teams im Tabellenkeller noch enger zusammen. Den Siebten Erfurt oder Leipzig (nach Nachholspiel 12 Punkte) und den Zwölften Regnitztal (8) trennen aber gerade mal vier Punkte. Es bleibt weiter spannend im Abstiegskampf.

DJK: Merkl (16 Punkte, 5 Fouls), Meißner (13/4), Saro (12/2), Tarwoe (12/1), Bieber (10/3), C. Sailer (7/3), Stych (4/2), Aßheuer (4/2), Fritsch (1/0) und J. Sailer.

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