DJK Neustadt Basketball
Schwerer als erwartet

Bei seiner Rückkehr in die Neustädter Gymnasiumhalle musste Kay Bruhnke (links) gegen seine ehemaligen Vereinskollegen (hier Tobias Merkl) hart um Positionsvorteile kämpfen. Obwohl die DJK dem U16-Nachwuchsspieler im Trikot der Regnitztal Baskets meist wenig Platz ließ, kam der gebürtige Altenstädter auf starke 15 Punkte. Bild: Tobias Schwarzmeier
Sport
Neustadt an der Waldnaab
11.12.2016
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Der Sieg der Neustädter Regio-Basketballer war nicht wirklich gefährdet. Klar überlegen brachte die Glaser-Truppe den glanzlosen 76:62-Erfolg nach Hause. Gegen die Regnitztal Baskets hatte die DJK zur Pause bereits deutlich mit 44:19 geführt. Dann folgten Minuten, die Uwe Glaser auf die Palme brachten.

"Die zweite Halbzeit war schlicht und einfach grottenschlecht", war der Coach sauer. Denn dass sein Team gegen sieben Regnitztaler nicht frühzeitig den Deckel draufgemacht hatte, war nach den ersten beiden Vierteln unverständlich. "Wir haben eine starke erste Hälfte gespielt, da war Einsatz, Leidenschaft zu sehen", fand Glaser. Davon war nach der Pause wenig übrig. Keine Energie mehr in der Defensive und zu langsam und statisch im Spielaufbau: Statt den Ball und den - mangels größerem Kader - zunehmend erschöpften Gegner laufen zu lassen, beherrschten wenig durchdachte Einzelaktionen das Spiel des Tabellendritten vor 260 Zuschauern.

Uwe Glaser dazu: "Leider gibt es da eine ziemliche Diskrepanz zwischen Training, in dem das Teamspiel richtig gut läuft, und dem Spiel, wo wir dann immer wieder in die alten Muster verfallen." Es sei schade, dass die Mannschaft ihr Potenzial nur teilweise abrufe. "Jonas hat mir von den etablierten Spielern am besten gefallen", so der Trainer. "Er hat seine körperlichen Vorteile sehr gut genutzt." Jonas Meißner, der sichtlich motiviert war, lieferte eine starke Partie ab. Der Center war nicht zu stoppen und kam auf 23 Punkte.

Ein stärkeres Team als der neuntplatzierte JBBL-Nachwuchs aus Strullendorf hätte die DJK eventuell noch in Gefahr gebracht. "Es war zu erwarten, dass Regnitztal in der zweiten Hälfte kommt und mit mehr Intensität agiert. Die Spieler hätten sonst zu Fuß heimlaufen müssen", hatte Glaser in der Halbzeitpause sein Team noch gewarnt. "Aber wir haben dann genau das gemacht, was Regnitztal in die Karten gespielt hat."

Kay Bruhnke stark

Die Oberfranken mit dem ehemaligen Neustädter Nachwuchstalent und Jugendnationalspieler Kay Bruhnke (15 Punkte) zeigten gute Ansätze aber konnten nur Ergebniskosmetik betreiben. "Mein besonderes Highlight war, dass ich gegen meine beiden ehemaligen Bayernauswahl-Spieler Benjamin Höhmann und Kay Bruhnke spielen durfte", sagte DJK-Captain Stefan Merkl. "Noch sind sie nicht auf unseren Leistungsstand aber für ihr Alter ist das sehr große Potenzial deutlich erkennbar. Kay war in meinem Augen bester Spieler auf dem Platz und wirkt deutlich gereift." Aber auch der eigene DJK-Nachwuchs, der am Samstag viel Einsatzzeit bekam, überzeugte.

Auch Uwe Glaser freute dies an einem aus Trainersicht durchwachsenen Abend: "Gefallen hat mir zumindest der Auftritt der jungen Spieler, die ihren Einsatz alle mehr als gerechtfertigt haben." Im letzten Spiel des Jahres bei den Dresden Titans müssen aber auch die älteren Spieler wieder eine Schippe drauflegen. Sonst droht der DJK zum Jahresende noch ein böses Erwachen.

DJK Neustadt: Meißner (23 Punkte/3 Fouls), T. Merkl (12/2), Kurz (9/1), Stych und Kuchinka (beide 7/1), Gibson (5/1), S. Merkl (5/2), C. Sailer (4/4), Pöss (2/0), Bieber (2/1), Müller-Staschewski und Wenzl.

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