26.02.2018 - 16:14 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Großer DJK-Ehrenabend Am Anfang war der Weiher

Die DJK ehrte 46 Mitglieder für 25, 40, 50 und 60 Jahre Treue zum Verein. Die entscheidende Zahl beim Ehrenabend im Sportheim ist aber die 90.

46 Mitglieder nehmen beim Ehrenabend der DJK Auszeichnungen für 25, 40, 50 und 60 Jahre Mitgliedschaft zum Verein entgegen. Bild: prh
von Hans PremProfil

Vorsitzender Wolfgang Schwarz präsentierte gleich zu Beginn eine Überraschung. An der Wand hatte er die Originalstandarte des Katholischen Jugendvereins aus dem Jahr 1928 aufgehängt. Aus dem war einst die DJK hervorgegangen.

Die Fahne wurde 1978 restauriert und ist bei der Familie Hauer eingelagert. Letztmals wurde sie 2004 zum 75-Jährigen öffentlich präsentiert. "Da der Ehrenabend der inoffizielle Auftakt zur 90-Jahr-Feier des Vereins ist, ist jetzt wieder der richtige Anlass," fand Schwarz.

Die zweite Überraschung war sein kurzweiliger Vortrag zum Thema "Vom Froschweiher zur Sportanlage an der Alten Straße", in den er auch die 99 vorzunehmenden Ehrungen integrierte. In seiner PowerPoint-Präsentation zeigte er die Entwicklung der Sportanlagen der DJK im Wandel der Zeit auf. Er erinnerte unter anderem an 1929, als noch keine Sportanlage vorhanden war und der Stadtrat schließlich das wertlose Gelände "Froschweiher" dem Verein überließ. "Am Anfang war der Weiher", zitierte Schwarz die Chronik zu diesem Anlass. Das "Stadion Schwarze Erde", wie es in DJK-Kreisen genannt wird, bestand aus schwarzer Schlacke aus den Glasfabriken. Das ist heute schon aus Umweltschutzgründen undenkbar. Gespielt konnte nur werden, wenn gerade kein Volksfest oder ein Zirkus darauf aufgebaut war.

Bereits Ende der 50er Jahre wurde der Ruf nach einem neuen Sportplatz immer lauter. Der wurde dann an der Alten Straße 1965 eingeweiht. 1975 entstanden Tennisplätze. Zudem wurde das Sportheim erweitert.

Der große Zulauf im Juniorenfußball machte den Neubau des B-Spielfeldes notwendig. Die Planungen hierzu und zum Umbau des Sportheims in seine jetzige Form begannen 1988. "Der Verein war hier massiv gefordert, nicht nur finanziell. Viele packten mit an. Gemeinschaftssinn wird bei der DJK schon immer groß geschrieben", unterstrich Schwarz.

1995 war dann beides vollbracht. Vor einiger Zeit wurde das Gelände neu terrassiert, um dem Wildwuchs zu begegnen und den B-Platz zu sanieren. Im letzten Jahr bekam das Gelände durch den Kreisverkehr eine neue Zufahrt und einen neuen Parkplatz. Für Schwarz gilt auch heute noch der Slogan "Wer die Jugend hat, hat die Zukunft".

Bürgermeister Rupert Troppmann gratulierte allen Geehrten und bezeichnete die DJK als seine Heimat. Der Verein müsse ein Stück Heimat und Familie sein, sonst hätte er nicht so viele Mitglieder, die schon so lange dabei seien. "Ohne die vielen helfenden Hände stünde die DJK heute nicht dort, wo sie steht."

Eines der wertvollsten Güter heute sei die Zeit. Unter den heute Ausgezeichneten seien Menschen, die Jahrzehnte Wertvolles für den Verein geleistet hätten. Dafür dankte er ihnen. Dirk Lill , der geschäftsführende Sportreferent des DJK-Sportverbandes auf Diözesanebene, schloss sich den Glückwünschen an. Es sei für den Verein ebenso wichtig in die Zukunft wie in die Vergangenheit zu blicken. "Was haben wir für Traditionen, was sind die Geschichten der Menschen, die den Verein über 90 Jahre getragen haben?"

DJK-Kreisvorsitzender Siegmund Balk erinnerte an die drei Säulen Sport, Gemeinschaft und Glaube. Für ihn sei es besonders schön, bei einem so bodenständigen und gut funktionierenden Verein zu Gast sein zu dürfen. Er hoffe, dass er als Solidargemeinschaft noch viele Jahre erhalten bleibe.

Am Ende ging geistlicher Beirat Pater Raffau in seinen Schlussgedanken ebenfalls auf die drei Säulen ein, die allen ein Anliegen seien.

Die Geehrten

99 Mitglieder hatten DJK-Vorsitzender Wolfgang Schwarz, Stellvertreter Max Peter und Geistlicher Beirat Pater Raffau auf ihren Ehrungslisten. 46 davon nahmen ihre Urkunden persönlich entgegen.

Für 25 Jahre Mitgliedschaft: Christian Eiszrich, Johann Bauer, Michael Lang, Peter und Cornelia Meyer, Mariella Würth, Fritz Braunschmid, Gertrud Kraus, Herta Meltzer, Carolin Ziegler, Roland Kusche, Elisabeth Plößner, Jürgen Greiner, Peter Probst, Ludwig Neumann, Uwe Scheunemann, Stefan Weiß, Rosalie, Barbara und Anton Dobmayer, Hans Bablitschky, Ralf Weidinger, Berndt Fuhrich, Lothar Möhwald, Edith und Felix Nowy, Renate Ruisz, Petra Müller, Benjamin Fuchs, Josef Hitzler, Petra und Gerhard Schuller, Jürgen Stich, Maximilian Näger, Stefan und Tobias Merkl, Thorsten Eilhauer, Bernhard Mark, Mariele Liska, Georg Binner, Adelheid Ebenhöch, Theresa Uhl, Ralf Peter und Vorsitzender Wolfgang Schwarz.

Für 40 Jahre: Ludwig Bayer, Karin Leibold, Anton Binner, Max Fischer, Margot Grader-Sura, Elisabeth Guldner, Waltraud Hofer, Erika Kopp, Roland Kraft, Elisabeth Lang, Kerstin Aichinger, Renate Merkle, Siegfried Muckenschnabel, Bettina Neidhardt-Busch, Elisabeth und Hans Pöllmann, Gerlinde und Annette Rödl, Angela Schmal, Norbert und Ulrike Schmidberger, Peter Spachtholz, Bernhard Uhl, Sabine Umann-Üblacker, Monika Voit, Willi und Renate Weiss, Werner Winter und Oliver Kastl.

Für 50 Jahre: Erna Bierl, Radegunde Binner, Marga Czepannek, Veronika Frisch, Edmund Frummet, Renate Fukerider, Resi Gleissner, Manuela Grader-Kuhlemann, Franz Hilburger, Anni Jakob, Bernhard Knauer, Martina Lang-Windisch, Johannes Neumann, Petra Nowy, Max Peter, Gottfried Rittig, Monika Steger, Helmut Troppmann und Bernhard Weiss geehrt.

Für 60 Jahre: Alfred und Peter Fröhlich, Sieglinde Lang, Christa Müller, Hans Nachtmann, Ursula Schreyegg und Ernst Stangassinger. (prh)

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