05.03.2018 - 21:44 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Neustadt bezwingt Tabellenfünften BG Litzendorf Befreiungsschlag für DJK-Basketballer

Das Zittern begann im Schlussviertel. Wie in vielen Spielen zuvor gingen die Neustädter Basketballer am Samstag mit einer guten Ausgangslage in die letzten zehn Minuten. 50:42 stand es gegen den favorisierten Tabellenfünften BG Litzendorf. Als das DJK-Team kurz die spielerische Linie zu verlieren schien, kamen die Oberfranken wieder auf drei Punkte heran. Wie mehrfach in den vergangenen Wochen drohte das Spiel zu kippen.

Lukas Bieber (am Ball) überzeugte wie das gesamte Neustädter Team mit einer konzentrierten, kämpferischen Leistung beim Überraschungssieg der DJK gegen den Favoriten Litzendorf. Bild: Büttner
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Doch Neustadt fing sich, fand nach einigen schlecht herausgespielten Würfen wieder zum Kombinationsspiel und belohnte sich schließlich für eine starke Leistung. Lukas Bieber und Tobias Merkl hielten in der Schlussphase den 64:55 (36:25)-Erfolg fest. "Ein großes Lob an Tobi und Lukas, die Litzendorfer Topscorer Manuel Rockmann und Max Kolbert weitgehend ohne unnötige Fouls über beinahe das ganze Spiel verteidigt haben", sagte Stefan Rupprecht anerkennend. Der Co-Trainer, der den beruflich verhinderten Stefan Merkl an der Seitenlinie vertrat, konnte zufrieden sein. "Das Team hat sehr gut die Vorgaben in der Verteidigung umgesetzt und so wenig gute Wurfversuche der Dreierschützen zugelassen."

Die Trainingsarbeit der vergangenen Wochen machte sich laut Rupprecht bezahlt: "Allgemein haben wir sehr diszipliniert unsere Spielsysteme umgesetzt und offensiv bei den Gegenstößen kontrolliert statt überhastet abgeschlossen." Neustadt ließ den Ball laufen, spielte durchdacht und wählte sichere Aktionen. Mit wenigen Ballverlusten passten die Außen konsequent den Ball an den Korb. Vor allem der starke Jonas Meißner konnte hier seine Physis ausspielen. "Leider hatten wir eine etwas schwache Quote von Außen, somit blieb das Spiel bis zum Ende hin knapp", fasste der Coach den ersten Sieg nach sieben Niederlagen zusammen.

"Ich muss Stefan für seinen Mut loben. Er wollte mit einer kurzen Rotation mit nur acht Mann spielen und wir haben es dann so beschlossen", sagte Chefcoach Stefan Merkl. Rupprecht setzte gegen die unangenehm spielenden Litzendorfer vor allem auf die Routiniers. "An diesem Tag war es wichtig, von unseren erfahrenen Spielern, die nach den vergangenen Wochen mehr Selbstvertrauen brauchten, den Druck nehmen, dass sie, wenn sie Fehler machen, nicht gleich ausgewechselt werden", erläuterte Merkl. Im Abstiegskampf, in dem die DJK nun als eines von fünf Teams (Tabellenplatz sieben bis zwölf) mit je 12 Punkten den elften Rang belegt, hat sie bei noch vier Spielen das Heft des Handelns wieder selbst in der Hand.

DJK: Meißner (19 Punkte, 2 Fouls), Merkl (12/4), Bieber (11/4), Klughardt (8/1), Krysl (8/2), Tarwoe (3/2), Aßheuer (2/2) und Stych (1/1).

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