15.02.2018 - 21:14 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Neustädter Basketballer bei Tabellenführer Goldbach DJK gegen die fantastischen Vier

Vier gewinnt heißt das Motto der Basketballer vom TV Goldbach. Der Aufsteiger wirbelt die 2. Regionalliga Nord gehörig durcheinander und peilt als Tabellenführer gar den Durchmarsch in die vierthöchste Liga an. Das - beeindruckend spielstarke - Erfolgsrezept ist multikulti: Ein Brasilianer, ein Portugiese und zwei Litauer.

Starke Gegenwehr unter den Körben - wie im Bild gegen Chemnitz - erwartet die Neustädter Basketballer (am Ball Lukas Bieber) auch beim Tabellenführer Goldbach. Bild: G. Büttner
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Vielen DJK-Fans klingt noch die Analyse des Neustädter Coaches Stefan Merkl nach der 66:90-Hinspielniederlage im Ohr: "Die vier waren Granaten. Respekt was sie für einen Basketball gespielt haben." Tadas Jagela (43 Punkte/5 Dreier) und Luan Pereira (23 Punkte/3 Dreier) hatten einen Sahnetag erwischt, Malony de Sousa räumte unter den Körben alles ab und Tadas Zwillingsbruder Mantas (12 Punkte/2 Dreier) rundete das Offensiv-Feuerwerk ab. Letztlich erzielten die vier Leistungsträger 81 der 90 Punkte ihres Teams und verpassten der DJK ihre einzige deutliche Niederlage auf eigenem Parkett.

Merkel: Kein Druck

Der hochgerüstete Aufsteiger brauchte gerade mal drei Niederlagen zum Saisonstart, um sich an die härtere Gangart der Liga zu gewöhnen. Seither lautet die makellose Erfolgsbilanz 12:0 Siege. "Goldbach ist Tabellenführer, da gehen wir auswärts ohne Druck in das Spiel", erzählt Merkl. "Um die vier Scorer unter Kontrolle zu bekommen, haben wir einige Extra-Einheiten eingelegt." Es gelte, vor dem Mann zu bleiben und den starken Werfern so möglichst wenig Chancen zu geben.

Dafür kann Merkl wieder auf einen etwas größeren Spielerpool zurückgreifen. "Bis auf unsere vier Langzeitverletzten sind wir komplett, also wieder etwas stärker aufgestellt", so der Trainer, der eine emotionales Begegnung erwartet. Denn beide Teams brauchen die Punkte: Die Unterfranken wollen frühzeitig ihre Konkurrenz aus Würzburg und Bayreuth abhängen. Neustadt hingegen will wichtige Zähler für den Klassenerhalt sammeln. Wie eng es dabei zugeht, zeigte die kurze Faschingspause: Durch zwei Nachholspiele rückte die spielfreie DJK zunächst vom zehnten auf den achten Rang vor. Dann zog Nördlingen vorbei. Mit einem Erfolg könnte die nun neuntplatzierte DJK den Anschluss an das Mittelfeld wieder herstellen. Und wird kämpferisch alles dafür geben.

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