12.04.2018 - 22:16 Uhr
Oberpfalz

Neustädter Basketballer empfangen TG Würzburg DJK-Saison vor Monster-Finale

Als würde die - faktisch nur noch minimale - Abstiegsgefahr nicht reichen. Die Neustädter Regio-Basketballer haben zum Saisonfinale am Samstag neben dem Duell mit der TG Würzburg einige Überraschungen in petto, die teils unterhaltsam, teils zukunftsweisend sind.

In den vergangenen Wochen holten vor allem die Routiniers der DJK Neustadt die Kohlen im Abstiegskampf aus dem Feuer. Im letzten Heimspiel der Saison am Samstag gegen Würzburg will Coach Stefan Merkl (Zweiter von rechts) vor allem auch den Nachwuchs einsetzen. Bild: A. Schwarzmeier
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

Zunächst gilt es aber, die zweithöchste Amateurklasse im Basketball zu halten. Das ist - wie immer in den gehobenen Basketball-Ligen - höhere Mathematik mit vielen Unbekannten. Aktueller Stand ist, dass durch die bayerischen Absteiger aus den Profi-Ligen wohl fünf Teams der beiden Staffeln der 2. Regionalliga absteigen müssen. Es müsste schon viel schief laufen, damit die DJK Neustadt einer davon ist.

Mit Slama Jama Gröbenzell (6 Punkte) und HSB Landsberg (12) im Süden sowie BC Erfurt (12) und den Regnitztal Baskets (14) im Norden sind es vier Mannschaften, die in der Endabrechnung sicher hinter der DJK stehen werden. Die heißesten Kandidaten als fünfter Absteiger sind die Dresden Titans II und der USC Leipzig (je 16 Punkte).

Was wäre, wenn ...

Erst wenn beide ihre Begegnungen bei den Topteams Niners Chemnitz II beziehungsweise BBC Bayreuth II gewinnen sollten, müssten ligaübergreifend sechs Teams mit aktuell je 18 Punkten (darunter auch die DJK) anfangen zu rechnen. Oder einfach ihr letztes Saisonspiel gewinnen. "Wir wollen unbedingt einen Sieg", fordert Stefan Merkl daher eindringlich sein zuletzt viermal siegreiches Team zu einer weiteren Energieleistung heraus. "Wir werden auch wieder mit einer größeren Rotation mit allen Bankspielern arbeiten." Denn der Tabellendritte Würzburg verfügt über ein extrem ausgeglichenes, erfahrenes Team mit einem taktisch versierten Trainer. "Die Spieler treffen stark von Außen und sind groß und athletisch. Es gibt wenige Teams, die das so miteinander vereinen. Daher stehen sie zu Recht da oben."

DJK erwartet "Tropensturm"

Für Merkl waren die Unterfranken, die sich selbst "Tropics" nennen, sogar Meisterschaftsanwärter Nummer eins. "Es war nicht zu erwarten, dass Goldbach so eine gigantische Saison spielt", meint der DJK-Coach. Doch sollte der feststehende Meister auf den Aufstieg verzichten, wären die punktgleichen Würzburg und Bayreuth dahinter wieder im Rennen. "Damit wird die TG am Samstag sicher motiviert sein", glaubt Merkl. "Wir bekommen auch die Zwischenstände aus Bayreuth in Echtzeit."

Das Spiel gegen die TG (späterer Anwurf: 19.30 Uhr) ist der Höhepunkt eines unterhaltsamen Basketballtages. Um 14 Uhr treffen sich Unternehmen der Region zum "1. Firmen-Basketballturnier" in der Gymnasiumhalle. Dazu sind einige weitere "Überraschungen" geplant. Der Spaß steht dabei im Vordergrund und die DJK-Fans können im Saisonfinale noch einmal richtig Gas geben.

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