12.03.2018 - 23:46 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Neustädter Basketballer siegen in Nördlingen DJK glänzt unter Druck

Der beste Punktesammler fehlte jeweils. Ohne den Nördlinger US-Profi JJ. Cratit und den Neustädter Jonas Meißner mussten die Kontrahenten im Duell am Samstag ihre Taktik umstellen. Außenseiter DJK gelang das vor 200 schwäbischen Fans beim 78:69 (48:43)-Auswärtssieg dabei etwas besser.

Unter anderem Tobias Merkl (im Bild gegen Litzendorf) sorgte mit seinen Treffern dafür, dass sich Nördlingen nicht auf das variable Spiel der Neustädter einstellen konnte. Bild: G.Büttner
von Tobias Schwarzmeier Kontakt Profil

"Den Ausfall von Jonas haben wir schon sehr gemerkt weil der Center-Hühne Garcia Nivar mit seiner Masse kaum zu stoppen war", beschreibt Neustadts Coach Stefan Merkl die überraschenden personellen Probleme unter dem Korb. Für den an der Hüfte verletzten Center verteidigten Lars Aßheuer, Ondra Stych und Vladi Krysl den Spanier mit vereinten Kräften.

Eine ähnlich gute Defensive lieferte die DJK gegen den zweiten TSV-Schlüsselspieler des Tabellensiebten ab. "Vor allem Georgi Krastev hat uns Probleme bereitet", so Merkl. Der athletische bulgarische Flügelspieler erzielte 26 Punkte, darunter fünf Dreier. Er hielt seine Mannschaft mit einem beeindruckenden Auftritt im stets engen Spiel. "Trotzdem haben Adrian (Saro) und Lukas (Bieber) gegen ihn einen überragenden Job defensiv gemacht."

Neustadt das bessere Team

Angesichts dieser bärenstarken Verteidigungsleistung tat sich Nördlingen - dessen Wohl und Wehe stark von seinen drei Top-Spielern abhängt - unerwartet schwer gegen das disziplinierte Spiel des homogenen DJK-Teams. Dies verkraftete auch den kurzfristigen Ausfall von Sebastian Fritsch. Der Coach war sichtlich zufrieden, wie seine Spieler mit den weiteren Ausfällen umgingen: "Ich muss da unserem Team ein großes Kompliment machen, es war unsere beste Saisonleistung bisher."

Weil auch die Trefferquote aus der Distanz gegenüber den vergangenen Spielen deutlich besser war. "Über die letzten Wochen haben wir immer besser unseren Rhythmus gefunden. Dadurch, dass wir viel von Außen getroffen haben, konnte Nördlingen nicht mehr absinken und wir konnten die Lücken, die entstanden sind, gut für uns nutzen", erläuterte der Trainer. "So haben wir durch uneigennütziges Passspiel immer wieder freie Abschlüsse herausgespielt." Nördlingen, unterstützt von seinen Fans, blieb gefährlich, doch Neustadt hielt einen knappen Vorsprung. Mit dem zweiten Sieg in Folge hat sich der nun Tabellenachte etwas Luft im Abstiegskampf verschafft.

DJK: Krysl (24 Punkte, 3 Fouls), Merkl (21/2), Bieber (9/1), Aßheuer (6/2), Klughardt (5/1), Stych (4/4), Tarwoe (4/0), Saro (3/2) und J. Sailer (2/0).

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