Vor dem Spiel Post SV Nürnberg gegen DJK Neustadt
Leichter Gegner mit Tücken

Im Hinspiel konnte die Nürnberger Defensive die Neustädter (im Bild Lukas Bieber) im Zug zum Korb kaum stoppen. Bild: Tobias Schwarzmeier

Einen perfekteren Gegner zum Rückrundenauftakt hätten sich die Neustädter Basketballer nicht wünschen können. Das macht zumindest die Tabelle der 2. Regionalliga Nord glauben. Die viertplatzierte DJK ist im Auswärtsspiel beim noch sieglosen Schlusslicht Post SV Nürnberg am Samstag klarer Favorit. Ein Erfolg ist Pflicht. Eigentlich. Denn nicht selten bringt die kurze Winterpause den Basketballern mehr Probleme als Nutzen.

Einerseits reichen die drei Wochen kaum für eine richtige Regeneration aus, andererseits können Teams, die zuvor einen Lauf hatten, schnell wieder ihren Rhythmus verlieren und aus dem Tritt kommen. Für die DJK kam der Jahreswechsel in diesem Jahr ganz gelegen, denn der Mannschaft um Coach Uwe Glaser war zuletzt die starke, aber aufreibende Hinrunde anzumerken. Bei der unnötigen 69:80-Niederlage bei den Dresden Titans II leistete sich das Team kurz vor Weihnachten in der Addition zu viele kleine Fehler und Turnovers und schwächelte im Abschluss. An diesem Tag letztlich zu wenig, um gegen ein solides Team wie das der Sachsen zu gewinnen.

Nürnberg verfügt jedoch nicht über das Potenzial Dresdens. Mit einem deutlichen 78:46-Erfolg hatte die Glaser-Truppe die Mittelfranken zum Saisonstart in eigener Halle klar im Griff. Auch in der Folge tat sich der Tabellenletzte schwer. Statistisch macht das Team um seinen besten Werfer Izudin Mesan (15,7 Punkte im Schnitt) die wenigsten Körbe und kassiert die meisten. Neustadt etwa erzielt im Schnitt 16 Punkte mehr pro Spiel und muss außerdem 16 Punkte weniger hinnehmen.

Dennoch ist der stark abstiegsbedrohte Post SV mit dem Heimvorteil und dem Rücken zur Wand nicht zu unterschätzen. "Die wollen die Liga unbedingt halten, daher müssen wir sehr aufpassen", warnt DJK-Captain Stefan Merkl. "Es wird schwerer werden als im Hinspiel, da bei Nürnberg wohl wieder alle fit zu sein scheinen und sie damit deutlich stärker aufgestellt sind." Dazu gehört etwa der routinierte Aufbauspieler Johannes Duus, der im Hinspiel fehlte.

Starke Spiele abgeliefert

Außerdem können Statistiken bekanntlich täuschen. Knappe Niederlagen mit unter zehn Punkten Rückstand gegen die Top-5-Teams aus Litzendorf, Würzburg und Bamberg deuteten an, dass Nürnberg durchaus mithalten kann. Auch gegen die DJK. Mit vielen Aktionen liefen sich Neustadts Flügelspieler in der Nürnberger Defense fest, die Gäste hielten einen erträglichen Rückstand lange konstant. Dies änderte zwar nichts am ungefährdeten Erfolg der DJK, der laut Glaser aber "noch höher hätte ausfallen müssen". Wie damals muss die DJK am Samstag verstärkt auf ein durchdachtes Zusammenspiel setzen. Ein Erfolg wäre eminent wichtig, um gut in die Rückrunde zu starten. Zumal am folgenden Wochenende mit dem Tabellendritten TG Würzburg ein schwerer Gegner in die Gymnasiumhalle kommt.
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