05.07.2017 - 13:34 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

13 junge Erwachsene aus 4 Nationen - 10 unvergessliche Tage in Schweden In dieser Welt will ich leben

In Schweden tanzen die jungen Leute aus vier Ländern ausgelassen zur Sonnenwende. Sie kennen sich zum Teil schon aus Jugendtagen und treffen sich immer wieder an einem anderen Ort des Erdballs. Zu Ostern kommen einige in die Oberpfalz.

Die internationalen Freunde mit ihren selbstgeflochtenen Blumenkränzen.
von Gerhard SteinerProfil

(stn) Es war der dritte Austausch der "Operation Friendship Young Adult". Mit von der Partie waren drei junge Erwachsene aus den Niederlanden, drei aus den USA, Felix Steiner, der internationale Sprecher der Young Adults von Operation Friendship International, aus Neustadt sowie sechs junge Schweden. Untergebracht waren die internationalen Gäste bei den sechs jungen Erwachsenen in Göteborg.

Höhepunkt für die meisten war die traditionelle Midsommar Feier. Dieses Fest ist nach Weihnachten die bedeutendste Feier der Schweden. Die Gastgeber hatten die Feierlichkeiten extra auf den Aufrenthaltszeitraum der Gäste verschoben, um den Gästen einen exklusiven Einblick in eine alte Tradition zu geben.

Gemeinsam stellten sie einen Midsommarbaum auf und schmückten ihn. Geflochtene Blumenkränze trugen sie als Krone. Nach dem traditionellen Essen mit viel Hering und Lachs, tanzten sie typische Tänze bei Gitarrenklängen um den Midsommarbaum. "Diesen Brauch mit den schwedischen Freunden mitfeiern zu dürfen, war schon sehr beeindruckend. Das erlebt man als normaler Tourist nicht", freute sich der begeisterte Holländer Wiebe Borkus.

Kulturen verbinden

Das ist auch das Besondere bei den internationalen Begegnungsmaßnahmen mit Operation Friendship (OF). Auch Steiner aus Neustadt schwärmte: "Verschiedene Menschen aus verschiedenen Nationen mit unterschiedlicher Kultur verbringen Zeit miteinander und haben Spaß. Genau in so einer Welt möchte ich leben." Das beste an diesem Austausch sei gewesen, so viele neue und nette Leute kennenzulernen, fügte John Agby aus den USA hinzu. "Alle schwimmen auf derselben Wellenlänge."

Samuel Josefsson, einer der schwedischen Organisatoren, der zum ersten Mal aktiv für OF teilgenommen hatte, äußerte sich ähnlich begeistert. "Alles zu organisieren, das mag vielleicht anstrengend sein, aber es hat sich mehr als gelohnt." Neue Freundschaften seien innerhalb kürzester Zeit entstanden. "Das mag man kaum glauben." Operation Friendship habe es geschafft, fremde Menschen in kürzester Zeit zusammenzuführen, pflichtete ihm seine Verlobte Sophia Dellstig bei.

Zuerst war es in die Region Bohuslan im Norden Schwedens gegangen. In Smögen, einer kleinen Stadt am Meer, hatten sowohl die Gastgeber als auch die Gäste die Möglichkeit, das erste Bad des Jahres im Meer zu nehmen - bei einer Außentemperatur von nur mal 18 Grad. Für die Schweden sind das schon sommerliche Temperaturen, um einen Sprung ins kühle Nass zu wagen.

Picknick im Park

Auch in Göteborg selbst hatten die internationalen Gäste die Chance, die schönsten Plätze der Stadt zu besuchen. Neben einem Picknick im Slottsskogen Park verbrachte die Gruppe einige Zeit im Liseberg-Freizeitpark und im Botanischen Garten. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des alten Stadtviertels Haga. Das ehemalige Arbeiterquartier zählt heutzutage zu einem der beliebtesten Orte für Touristen. Die alten Holzhäuser und Cafes im Stil des 19. Jahrhunderts versetzten die Gäste zurück in die Vergangenheit.

2018 soll das nächste Treffen in Wales über die Bühne gehen. Gespräche mit den Organisatoren laufen bereits. Manche von den Teilnehmern versuchen auch zur internationalen Tagung nach Neustadt zu Ostern 2018 zu kommen.

Das erlebt man als normaler Tourist nicht.Wiebe Borkus

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