11.09.2017 - 20:10 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

17 neue Lehramtsanwärter in Weiden und dem Landkreis Neustadt/WN Frisches Blut für die Schulen

Der Landrat freut sich, 17 Lehramtsanwärter vereidigen zu können. Das sind drei weniger als noch 2016. "Die große Personalnot der Schulamtsbezirke Weiden und Neustadt wird damit nicht entschärft", stellt die Personalratsvorsitzende am Schulamt Neustadt fest. Lehrer bleiben also heiß begehrt - bis zu einem Notendurchschnitt von 3,5.

Vom Landratsamt in die Schule: Diese 17 Lehramtsanwärter treten an diesem Dienstag an den Grund-, Mittel- und Förderschulen im Landkreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden ihren Schuldienst an. Einen guten Start wünschen (von links) Elisabeth Graßler, Christine Söllner und Beatrix Hilburger vom Schulamt sowie Landrat Andreas Meier und Weidens Bürgermeister Jens Meyer (Fünfter von rechts). Bild: Trott
von Externer BeitragProfil

(pdtr) Die Lehramtsanwärter machen am Montag in der Kapelle des Landratsamtes einen wichtigen Schritt in ihre berufliche Zukunft. Der rituelle Akt dagegen ist nicht neu: Schulamtsdirektorin Christine Söllner begrüßt die 17 Anwärter, ihre Stellvertreterin Beatrix Hilburger weist sie in die Rechte und Pflichten im neuen Job ein. Besonders wichtig sind ihr zwei Dinge: das Einhalten der Aufsichtspflicht und das absolute Verbot von körperlicher Züchtigung. "Auch keinen am Ohr oder an den Haaren ziehen." Schulrätin Elisabeth Junkawitsch sagt den künftigen Kollegen eine interessante Woche voraus. Erst jetzt werde sich zeigen, ob die Vorstellungen die Wirklichkeit widerspiegeln. Vor 20 Jahre habe auch sie hier gesessen. Aus Erfahrung wisse sie, die Kinder erkennen sofort, ob die Lehrkräfte ihren Job mit Leidenschaft und Liebe ausüben.

Landrat Andreas Meier und der Weidener Bürgermeister Jens Meyer erinnern die Anwärter daran, dass sie für "das wertvollste Gut unserer Gesellschaft verantwortlich sein werden". Denn nicht Bodenschätze oder Ölexporte machten unser Land besonders, sondern der Wert der Bildung. Auch Respekt gegenüber den Lehrkräften sollte selbstverständlich sein. Denn nicht nur Polizei oder Rettungskräfte seien heutzutage Aggressionen ausgesetzt. "Auch Lehrer sind oft der Boxsack." Wobei Schüler auch dankbar sein können, betont Meier. Vor Ferienbeginn habe er an der Europaberufsschule Weiden die Dankbarkeit erfahren, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge für ihre Schulausbildung zum Ausdruck gebracht haben.

Dankbar mögen die Lehramtsanwärter auch die Worte von Elisabeth Graßler, Personalratsvorsitzende am Schulamt Neustadt, vernommen haben: Sie spricht von den guten Anstellungschancen nach der Staatsprüfung. Die Personalnot an den Schulen sei derzeit so groß, dass für die Übernahme in den Staatsdienst am Ende der Ausbildung eine Durchschnittsnote von 3,5 genügt.

Alle 17 Lehramtsanwärter auf einen Blick

Grundschule

Frank Düring aus Mähring ist an der Grundschule Vohenstrauß tätig. Rebecca Groß (Vorbach) wirkt in Speinshart, Katrin Haubner (Plößberg) in Eslarn, Olivia Koch (Wurz) in Moosbach, Marta Mortillaro (Weiden) in Windischeschenbach, Lana Sirtl (Marktredwitz) an der Hans-Sauer-Grundschule Weiden, Christina Thompson (Auerbach) in Weiherhammer, Julia Trisl (Plößberg) an der Clausnitzerschule Weiden, Yvonne Windirsch (Pleystein) in Moosbach, Sandra Wolf (Floß) in Etzenricht und Ramona Zankl (Parkstein) in Mantel.

Mittelschule

Dominik Eckert aus Oberbibrach und Maximilian Melchner aus Weiden arbeiten künftig an der Mittelschule Pressath, Katharina Silbermann (Vohenstrauß) und Serkan Tek aus Regensburg an der Max-Reger-Mittelschule Weiden sowie Lisa Steger (Vohenstrauß) an der Pestalozzi-Mittelschule in Weiden.

Förderlehreranwärterin

Sophia Claudia Ertl aus Waldthurn wird an der Grundschule Weiherhammer tätig. (pdtr)

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