20.03.2018 - 12:16 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Alfons Barth kündigt seinen Rückzug an Heimatverein braucht neuen Vorsitzenden

Altenstadt/WN. Eine Periode will er noch machen, dann gibt Alfons Barth den Vorsitz des Heimatvereins ab. Das machte er in der Jahreshauptversammlung in der "Wirtschaft" unmissverständlich klar. Er habe das Amt 24 Jahre mit einem Jahr Unterbrechung ausgeübt.

Konrad Adam übergab Urkunden an Georg Paul, Agnes Heigl, Anna Bock und Gabriele Hagemann (von links). Vorsitzender Alfons Barth (rechts) gratulierte den verdienten Mitgliedern. Bild: cr
von Rainer ChristophProfil

Derzeit hat der Verein 102 Mitglieder. Vor vier Jahren wurde das Museum eröffnet. Die Besucherzahlen können sich sehen lassen, sie liegen bei rund 670 pro Jahr. Das liege auch an der Arbeit von Jörg Krämer. Erstmals sei es gelungen, mit der Schreibmaschinenausstellung das Interesse der örtlichen Schulen zu wecken.

Die Museumsaufsicht läuft dank dem Organisationssystem von Werner Schnall recht ordentlich, dennoch werden weitere Helfer und Helferinnen für Mittwoch oder Sonntag dringend gesucht. "Jeder, der drei bis viermal im Jahr einspringt, ist uns eine große Hilfe", sagte Barth. Schnall erinnerte an zwei weitere erfolgreiche Ausstellungen: im Frühjahr 2017 die Jubiläumsschau der Reha-Sportgruppe und im Herbst eine grenzüberschreitende Aktion unter Vermittlung des Museums in Kladruby statt. Die manchmal provokante Skulpturenausstellung eines Pilsner Künstlers fand dabei geteilte Meinung, kam aber doch an.

Der Heimatverein bietet allen örtlichen Vereinen die Möglichkeit, sich im Museum zu präsentieren. Der rustikale Gewölbekeller ist sehr beliebt bei standesamtlichen Trauungen und eignet sich gut für kleinere Veranstaltungen. Gut besucht waren der Vortrag von Helmut Troppmann über seine Kindheitserinnerungen und die Autorenlesung mit Thomas Bäumler. Zusammen mit der Gemeinde hat der Verein den Grabstein von Hans Vollath am Friedhof ins rechte Licht gerückt und die Inschrift mit einer Tafel verankert. Gut etabliert sind die monatlichen Stammtische für Frauen und Männer. Hierzu sind nicht nur für Mitglieder willkommen. Nicht zufrieden ist Barth mit der derzeitigen Homepage. Eine neue sei zwar in Arbeit, aber die Fertigstellung verzögere sich ständig.

Besonders geehrt mit Urkunden wurden Mitglieder für zehn und zwei für 20 Jahre Mitgliedschaft, darunter Agnes Heigl und Gabriele Hagemann.

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