12.12.2016 - 02:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Besinnliche Sitzweil mit dem Zitherclub: Lob in den höchsten Tönen

Tiefsinnige Texte, heitere Beiträge, gediegene Klänge, exzellenter Gesang und ein Sketch sind die Markenzeichen beim Hutzaabend des Zitherclubs im "Weißen Rössl". Vorsitzende und Dirigentin Regina Schmid stellte ein fabelhaftes Programm zusammen.

Rappelvoll war der Saal im "Weißen Rössl" beim gemütlichen Beisammensein. Der Zitherclub mit Dirigentin Regina Schmid imponierte durch sauberen Klang der bedächtigen Weisen. Bilder: kwl (2)
von Karl WildenauerProfil

Neustadt. Stadtpfarrer Josef Häring, die Bürgermeister Rupert Troppmann und Heinrich Maier sowie Gründungsmitglied Erich F. Schmid (89) schwärmten von der gelungenen Darbietung. Als hervorragender Klangkörper präsentierte sich am Freitagabend das Zitherorchester. Präzise und gefühlvoll spielten die Akteure den Marsch "Klub-Kameraden" von Ludwig Schwarzmeier. Die engagierte Musiktruppe servierte in der Besetzung mit Dirigentin Schmid, Margit Geiler, Rita Mutzbauer, Siegfried Kühnl, Maria Wallintin, Karin Dippl, Christina Lukas, Käthe Brewitzer und Eleonore Weiß an der Zither sowie Anna Eisenkrämer am Hackbrett, außerdem Regina Krause, Klaus Gerling, Josef Bächer auf der Gitarre und Markus Schmid am Kontrabass mehrere Boarische.

Mit "Grüß' enk Gott", "Vatramt und vaschlouf'n", "A Löicht in dunkler Zeit" und "O, mia bitt ma eich" waren die Beiträge des Trio "Z'ammg'stimmt" aus Luhe überschrieben. Die aus Neustadt stammende Pfarrhausfrau Rita Gleißner, die ehemalige Erzieherin im Neustädter Kindergarten St. Joseph, Resi Lorenz, und die Kirchenchorleiterin Ulrike Schwab sangen präzise und gefühlvoll. Einfühlsam begleitete Gleißner mit Zither oder Gitarre die Vorträge.

Renate Hartwig und Karin Rückerl berichteten zwischen den Musik- und Gesangsstücken mit Gedichten und kleinen Geschichten über Frieden, die Heimat, die stille Zeit sowie Engel und Hirten. Es war im Saal mucksmäuschenstill.

Lustig und heiter

Im zweiten Teil gab es viele lustige Darbietungen. Beschwingt brachte das Orchester den "Nussecken-Boarischen". Bei den Reprisen kamen die dialogisierenden Stellen zwischen Hackbrett, Gitarren und Zithern voll zur Geltung. Fidel brachten die Akteure "Kanefas-Tanzl" im Zweier-Rhythmus, die Polka "Mohrenwirt", den "Katharinen-Boarischen" und "In der Gunkl-Stub'n".

Wunderschön musizierten und sangen die drei Luherinnen "Diats Manna", "Wenn's Lichtmess wird", "Gröiß di Zenz" und "A ganz Weil' ho ma heit g'sunga". Über das Brauchtum an Lichtmess, den Gesindemarkt, den Dienstbotenwechsel berichteten im Dialog Renate Hartwig und Karin Rückerl.

Positiver Nachhall

Den Vogel schossen Regina Schmid und Rudi Förster ab. Sie sorgten bei dem Sketch "Der Einkauf" von Toni Lauerer für viele Lacher. Der Ehemann stellte sich tollpatschig an und brachte nur die Hälfte der aufgetragenen Sachen mit nach Hause. Die komödiantische Szene ging am Schluss aber gut aus, da die Hausfrau beim Kochen des Festtagsessen für die Verwandtschaft flexibel umdisponierte. Lob in höchsten Tönen kam für sämtliche Interpreten von allen Seiten.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.