03.01.2017 - 02:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Bitte wie bei der Feuerwehr Rotkreuzhelfer wünschen sich Übernahme von Fahrzeugkosten durch die Kommune

Erleichterung war beim Silvesterbesuch der SPD in der Rotkreuz-Wache zu spüren. Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch und Landtagskollegin Annette Karl versprachen Unterstützung auf dem kleinen Dienstweg. Schließlich seien sie beeindruckt vom Geleisteten.

Kaum war diese Aufnahme geschossen, musste Notärztin Dr. Gudrun Graf zum Einsatz. Zuvor hatte sie mit drittem Bürgermeister Heribert Schubert, Uli Grötsch, Stephan Kraus, Annette Karl, Kerstin Walter, Dominik Beer und Wachleiter Sebastian Windschügl (von rechts) besprochen, was sich Rettungsdienste von der Politik wünschen. Bild: arw
von Werner ArnoldProfil

Sie seien froh, dass mittlerweile Weichen für eine neue Wache gestellt seien. Mit der Helfergleichstellung sei aber nicht alles erreicht worden, sagte Karl. "Wir im Stadtrat freuen uns narrisch, dass der Notarztstandort Neustadt gesichert ist", versicherte dritter Bürgermeister Heribert Schubert. Damit würde auch der Einsatz des Neustädter BRK gewürdigt. Wachleiter Sebastian Windschügl stellte kurz die 115 Mitglieder starke Wache vor. Sie unterstützt die 16 hauptamtlichen Mitarbeiter. Besonders stolz ist der Wachleiter auf die 50 jungen Leute, die in den vergangenen fünf Jahren dazugestoßen sind. Er hoffe, dass die neue Wache zum Stadtjubiläum 2018 eingeweiht werden könne.

Für Stephan Kraus ist als Hauptamtlicher mit dem neuen Domizil schon ein Wunsch in Erfüllung gegangen. Dass die Vorgaben im Alltag nicht immer eingehalten werden könnten, müsse man verstehen. Deutlicher wurde Notärztin Dr. Gudrun Graf. Sie frage sich, warum die HvO ihre Autos selbst anschaffen müssten. "Wäre das nicht Aufgabe der Kommune?", fragte sie die beiden Abgeordneten. Die Gemeinde könne die Kosten für die Autos doch wie bei den Feuerwehren in den Haushalt einstellen.

"Sind die HvO in der Feuerwehr integriert, funktioniert das", zeigte Graf an einem Beispiel. Kraus, der auch als Helfer vor Ort in seinem Heimatort Tännesberg tätig ist, muss noch mit seinem Privatauto zum Einsatzort. "Wer kommt für einen eventuellen Schaden an seinem Auto auf", fragte die Notärztin. Sie wünscht sich dass die neue Wache groß genug für einen anständigen Unterrichtsraum wird. In diesem Zusammenhang regte sie eine Bausteinaktion oder ein Benefizkonzert an.

Grötsch dankte dem BRK und Graf für ihren unermüdlichen Einsatz. Sie hatte an Silvester und Heiligabend Dienst getan.

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