Bürgerwehr lässt es vor St. Quirin krachen
Böller nach der Christmette

Während die Besucher der Christmette die drei Strophen von "Stille Nacht" singen, verlassen die Männer der Bürgerwehr nach dem Schlusssegen leise das Gotteshaus. Draußen direkt am Ranger neben St. Quirin stellen sie sich auf und warten das Ende der Messe ab.

Neustadt/Botzersreuth. Dann kommt ihr lautstarker Auftritt. Die Männer lassen es vor St. Quirin krachen. Die Vorderladerpistolen, die sie von Oberndorf nach Botzersreuth zum Christkindlanschießen getragen haben, sehen aus wie die, die der Räuber Hotzenplotz im Gürtel stecken hat. Auf das Kommando "Fertigmachen zum Feuern" füllen sie das Pulver in den Schaft, verdichten es mit dem Ladestock und setzen das Zündhütchen auf das Piston.

"Legt an!", erschallt es durch die Nacht, als alle fertig waren. Die Schützen stehen mit dem Rücken zum Eingang und ziehen den Arm mit den Pistolen nach oben. "Spannt Hahn!" Ein leises Klacken ist von jedem Beteiligten zu hören. "Feuer!" Und mit einem lauten Wumm vergeht nicht nur den bösen Geistern in der Nacht Hören und Sehen. Auch die Besucher auf dem Vorplatz der Kirche zuckten zusammen, als das Mündungsfeuer mit einem lauten Krachen aufblitzte.

Noch ein paarmal lud jeder Schütze beim anschließenden Einzelfeuer nach. Dann verzog sich der Pulverdampf langsam, Gottesdienstbesucher und Bürgerwehr trafen sich rund um den Glühweinstand an der Sakristei.
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