10.05.2017 - 20:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Feldgeschworene geehrt Trotz Satellitentechnik unverzichtbar

Seit vielen Jahrzehnten sind sie als Feldgeschworene im Einsatz. Im Landratsamt nahmen (vorne, von links) Johann Schlegl, Waldemar Pöllath, Peter Neuper und Johann Pfab den verdienten Dank entgegen. Bild: sm
von Werner SchmolaProfil

"Trotz modernster Satellitentechnik sind Sie auch heute noch unverzichtbar", betonte der Landrat: Feldgeschworene erfülten mit ihren Orts- und Personenkenntnissen sowie ihrem Wissen um historische Zusammenhänge eine wichtige Aufgabe in den Kommunen. Vier solcher Experten, die seit vielen Jahren im Einsatz sind, ehrte Andreas Meier bei einer Feierstunde im der Kapelle des Landratsamtes: Peter Neuper und Waldemar Pöllath aus Neustadt/WN für 25-jährige sowie Johann Pfab und Johann Schlegl aus Luhe-Wildenau für 40-jährige ehrenamtliche Tätigkeit.

Meier bescheinigte ihnen "eine bedeutende Vermittlerfunktion zwischen Behörde und Grundstücksbesitzer" und bezeichnete sie als "verdiente Persönlichkeiten": "Sie haben Ihr Ehrenamt stets mit großem Wissen und Engagement ausgeführt."

Peter Neuper wurde im Alter von 45 Jahren zum Feldgeschworenen der Stadt Neustadt ernannt. Unmittelbar nach dem Tod seines Vorgängers hatte der Museumswart schon Vermessungen vorgenommen, sich so als geeigneter Nachfolger herauskristallisiert. Nach der Bestellung wählte ihn der Stadtrat auch gleich einstimmig zum neuen Obmann. Neuper war maßgeblich an der Umsetzung der Vereinbarung über die digitale Nutzung des Liegenschaftskatasters zwischen Neustadt und dem Vermessungsamt beteiligt.

Dies gilt laut Landrat auch für Waldemar Pöllath , der sich seit seinem 58. Lebensjahr als Feldgeschworener in Neustadt/WN engagiert. Als Kraftfahrer in einem ortsansässigen Betrieb war er aufgrund seiner enormen Ortskenntnis prädestiniert dazu. Schon zu Beginn seines Ehrenamts in den 90er Jahren musste ganz Neustadt vermessen werden.

Johann Pfab wurde mit 30 Jahren Feldgeschworener des Marktes Luhe-Wildenau. Mit der langen Ortsansässigkeit sowie den Tugenden der Zuverlässigkeit und Genauigkeit brachte er beste Voraussetzungen mit - auch für die Aufgabe als stellvertretender Obmann. Sein Zuständigkeitsbereich erstreckt sich hauptsächlich auf die Gebiete im Bereich der Gemarkung Neudorf, wo er noch vor der Gebietsreform seinen Dienst im Jahr 1977 begann. Über sein Amt hinaus ist der bei vielen Vereinen engagierte Landwirt sehr mit Wald und Flur von Neudorf vertraut.

Ebenfalls die Gemeinde Neudorf ernannte Johann Schlegl im Alter von 23 Jahren zum Feldgeschworenen. Schon von klein auf ortsansässig, kennt er das Gemeindegebiet wie seine eigene Westentasche. Nach der Gebietsreform wählte ihn auch der Markt Luhe-Wildenau für das wichtige Ehrenamt aus und übertrug ihm die Aufgabe des Obmanns. Der Zuständigkeitsbereich erstreckt sich auf alle Flächen im Bereich der Gemarkung Neudorf. Zusätzlich ist Schlegl langjähriger Jagdvorsteher, Mesner und aktives Mitglied in vielen Vereinen.

Den Geehrten dankten zudem die Bürgermeister Rupert Troppmann (Neustadt/WN) und Karl-Heinz Preißer (Luhe-Wildenau) sowie Joachim Gesierich vom Vermessungsamt Weiden.

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