17.04.2018 - 20:10 Uhr
Oberpfalz

Frühlingsauftakt Böhmisch-Mährisch in der Stadthalle Neustadt Störnsteiner Blasmusik läutet den Frühling ein

"Auf Abenteuerreise" begeben sich die Musiker der Störnsteiner Blasmusik mit Gerhard Träger an der Spitze. So heißt zumindest der Auftakt des 17. Frühlingskonzerts der Kapelle, die heuer noch etwas Besonderes feiert: 50 Jahre Störnsteiner Blasmusik.

von Autor gagProfil

Moderator Heribert Schubert nannte es ein "zweifaches Jubiläum", weil zu dem der Musiker zeitgleich die 800-Jahr-Feier der Stadt Neustadt ansteht. Charmant und wortgewandt führte Schubert durch das Programm.

Die Bühne war bunt geschmückt mit Blumen und einem "Jubiläumsbaum", an dem neben einer großen "50" alte Instrumente und Notenblätter wuchsen. Böhmisch-Mährisch war der Musikstil, wobei Träger einen Ausflug in die Klassik wagte. Die Ouvertüre aus der Operette "Leichte Kavallerie" von Franz von Suppé kredenzten die Störnsteiner meisterhaft. Die "Hopfareißer-Polka", der Ernst-Mosch-Walzer "Ein Lied aus der Heimat" sowie der von Elke Hackbarth und Gerhard Träger gesungene Walzer "Du nur Du" zauberten ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer. Die "Polkafreude" von den "Fegerländern" kündigte Schubert an, einem Blasorchester aus Kärnten "mit lauter jungen Fegern".

Schubert ging auf die Entstehungsgeschichte der "Störnsteiner Blasmusik" unter Gründer Albert Träger ein.

Humorvoll leitete Schubert über zu einem ungarischen Czardas des Italieners Vittorio Monti. Das Solo spielte Petr Valecka auf der Klarinette. "Eine Rose für Dich" schenkten sich im gleichnamigen Walzer der Burgenländer Blasmusik Hackbarth und Träger, bevor sie sich in der "Grübchen-Polka" reizende Komplimente machten. Nach der Pause erschienen die Musiker in knackigen Lederhosen, Karo-Hemden und Hüten. Zünftig-bayerische "Wirtshausmusikanten" spielten Polka und Zwiefachen. "Das erinnert an alte Zeiten", schwärmte Schubert. "Damals, als noch Albert Träger senior bei Gartenfesten und in Wirtshäusern entlang der Grenze aufgespielt hat." Zur Überraschung schwebten drei Tanzpaare herein. Sie entstammten den "Oberpfälzer Volksmusikfreunden" im Landkreis. Zur "Milchpolka" fielen dem Moderator Szenen aus der Jugend ein, als er selbst noch Blasmusik spielte. Eigentlich sei sie eine südmährische Polka und heiße "Svatoslavska". Doch damals in Georgenberg, als sie beim "Ritter-Wirt" spielten, wurde es sehr spät. Die Kühe meldeten sich bereits, so dass der Wirt die Gäste heim schickte mit den Worten "äitz gäihts ham, ich mou in Stoll zum Melkn". Anekdoten und Blasmusik: Diese Kombination war Schuld daran, dass das Publikum Zugaben wollte. Das erfüllte die Störnsteiner Blaskapelle gern.

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