Grieche wiedereröffnet: Binnen einer Woche erfüllt Hauseigentümer Auflagen
Fluchttreppe und Brandschutztür

Wirt Georgis Galanos darf wieder Gäste auf der Terrasse seines griechischen Lokals in Neustadt bewirten. Der Hausbesitzer hat eine Fluchttreppe angebaut und auch die wichtigsten anderen Auflagen des Landratsamtes erfüllt. Bild: Ibl

(phs/ui) Eineinhalb Wochen hatte Georgis Galanos keine Einnahmen, weil das Landratsamt seine Taverne "Rhodos" am Stadtplatz zusperren ließ. Der Hauseigentümer hatte trotz mehrmaliger Aufforderung Brandschutzauflagen nicht erfüllt (wir berichteten).

Am Donnerstagabend erwartete Galanos wieder Gäste. Er hätte bereits am Mittwoch wieder aufsperren dürfen, doch das war nicht zu schaffen. "Eineinhalb Tage Vorlauf brauche ich zum Vorbereiten und Kochen." Er habe nach dem überraschenden Aus alle frischen Lebensmittel wegschmeißen, nun erst wieder einkaufen und das Personal zurückholen müssen. Die Schließung habe ihn viel Zeit und Verlust gekostet. "Ich bin fix und fertig", bekennt der Wirt. "Aber ich bin sehr dankbar, dass das Restaurant wieder offen ist." Von den Gästen habe er viel Unterstützung erfahren.

Die wichtigsten Forderungen der Kreisbehörde aus einem Gutachten sind erfüllt. Das sind der Bau einer Fluchttreppe an der Terrasse und der Einbau einer Brandschutztür zum Obergeschoss. Im Brandfall wäre das eine Barriere, die ein schnelles Ausbreiten der Flammen ins Erdgeschoss verhindert. Ferner sind die Fluchtwege inzwischen beschildert und beleuchtet. Ebenfalls erfolgt ist inzwischen die Ertüchtigung des Fluchtwegs durchs Kellerfenster (Freiräumen, andere Beschläge) und das Freihalten der Fluchtwege von Gegenständen.

Der Verantwortliche des Schlamassels ist für Wirt Galanos der Hauseigentümer. Die plötzliche Schließung am 28. Juni habe ihn überrascht. Sein Verpächter habe Zug um Zug die Auflagen der Behörde erfüllt, aber offenbar nicht schnell genug. Bei einem Gespräch im Landratsamt im Vorfeld seien beide mit dabei gewesen.

Für Hauseigentümer Johann Cais aus Viechtach ist damit der Fall vorerst erledigt. "Jetzt ist das Landratsamt am Zug." Nach Informationen unserer Zeitung verlangt es noch einige Nachbesserungen, unter anderem was die Abluft angeht. Auf die Frage, warum Cais nach der Schließung des Lokals innerhalb einer Woche baulich nachgebessert hat und vorher monatelang nichts geschehen war, antwortete er zunächst: "Ja mei, das ist halt so." Er sei sich keiner Schuld bewusst und stapelt tief: "Das Landratsamt hat ein Brandschutzkonzept gefordert. Das hätte mich 5000 Euro gekostet. Hätten die gesagt, sie brauchen zwei feuerhemmende Türen, wären die innerhalb von zwei Tagen drin gewesen."

Ich bin fix und fertig. Aber ich bin sehr dankbar, dass das Restaurant wieder offen ist.Wirt Georgis Galanos
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