27.03.2018 - 20:40 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Informationen über den Heiligen auf der Naabbrücke Tafel für St. Nepomuk

"Nebn der Altentstädta Bruck stäit doch der Sankt Nepomuk, hundert Jahr scho oder länger oda - meinatweng sans wenger", neun Strophen widmete der ehemalige Oberlehrer Georg Zenger in Kirchendemenreuth dem Brückenheiligen auf der Naabbrücke. Zum 800. Jubiläum der Stadt entwarfen die beiden ehemaligen Vorsitzenden des Fördervereins Goldene Straße, Rainer Christoph und Reinhold Zapf, eine informative Nepomuktafel.

Rupert Troppmann, Reinhold Zapf, Baudirektor Gerhard Kederer, Ernst Schicketanz, Alexandra Biersack, Maike Albrecht und Rainer Christoph freuen sich über die neue Tafel an der Naabbrücke. Bild: sm
von Werner SchmolaProfil

Genau auf den Tag wurde er vor 626 Jahren nach Folterung halbtot von der Karlsbrücke in die Moldau geworfen. Sein genaues Geburtsdatum ist nicht bekannt, vermutlich um 1350 in Pomuk südlich von Pilsen. Sein Vater war Deutscher und kam als Advokat mit den Zisterziensern aus dem fränkischen Ebrach nach Böhmen. Als Jurist und Priester machte er in Prag Karriere.

Bald nach seiner Heiligsprechung 1729 durch Papst Benedikt XIII. breitete sich im frühen 18. Jahrhundert in Bayern und den katholischen Ländern Mitteleuropas der Kult um den "neuen Heiligen" aus. Bis heute steht der Johannes von Nepomuk auf den Brücken und Flussübergängen. Rund 250 Jahre Lobkowitzer-Zeit haben in Neustadt ihre Spuren hinterlassen. Dazu zählt auch der Brückenheilige Johannes von Nepomuk. Zu finden ist er im Seitenaltar der Pfarrkirche, im Stadtmuseum, an der Brücke der Floß (1896) und der Waldnaab (1722).

Wie tief die Verehrung war, zeigt das Neustädter Beispiel. Aufgestellt wurde der Heilige vom Neustädter Syndikus Paul Wiedenhofer bereits am 3. August 1722, sieben Jahre vor der Heiligsprechung. 1836 wurde er nochmal von der Familie renoviert. Die neue Tafel kreierte die Mediengestalterin Alexandra Biersack von CP2.

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