16.02.2018 - 15:36 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Kin-Ball begeister Lehrer und Schüler Riesenspaß mit Riesenball

Eine 1,22 Meter große Kugel begeistert 300 Schüler und Lehrer in der Nordoberpfalz. Der riesige Kin-Ball aus Kanada ist auch in Neustadt zu Gast. Das Sportgerät fördert die Koordination und macht auch einfach Riesenspaß.

Dass dieses Spiel Spaß macht, ist von außen deutlich sichtbar. Der Kin-Ball beschäftigt in Neustadt nicht nur Schüler, sondern auch Lehrer.
von Externer BeitragProfil

Neustadt. Die Sportart Kin-Ball wurde Mitte der 1980er Jahre in Kanada als Teamsport entwickelt, der nicht nur begeistern, sondern auch sozial-integrativ und konditionsfördernd wirken soll. Vor allem in Kanada, Japan, Frankreich und Tschechien ist er beliebt. Erste "Keimzellen" haben sich auch schon in Deutschland entwickelt.

Dabei treten gleichzeitig drei Mannschaften zu je vier Spielern gegeneinander an und spielen mit dem Riesenball. Ziel ist es, ihn so zu schlagen und zu platzieren, dass das angegriffene Team nicht in der Lage ist, diesen unter Kontrolle zu bringen und er schließlich den Boden berührt. Da die Integration aller Mannschaftsmitglieder im Vordergrund steht, müssen bei der Ausführung des Aufschlags und der Kontrolle des Balls immer alle vier Spieler beteiligt sein. Nur ein gut funktionierendes Kollektiv ist erfolgreich. Auch spielt Fairness eine große Rolle, Der Sport wird ohne Körperkontakt ausgeübt, und Regelverstöße ziehen Punktabzüge nach sich.

Die Organisation dieser Workshops ging vom Gymnasium Neustadt aus. Dort haben die Lehrer Magdalena Arnold und Gernot Köcher schon vor fünf Jahren das Kin-Ball-Spiel in den Sportunterricht integriert. Ein besonderer Glücksfall, der zu dem Großevent führte: Sie kamen in Kontakt mit dem Kanadier Pierre-Julien Hamel, dem Präsidenten des Internationalen Kin-Ball-Verbands. Seit drei Jahren besucht er Anfang Februar unsere Region und ermöglicht Schülern und Lehrern eine professionelle Einführung in das Spiel mit dem Kin-Ball. Heuer brachte er den Franzosen Armel Pinaud mit, der den Sport in Europa voranbringt und koordiniert.

So war es möglich, parallel an verschiedenen Schulen zu unterrichten. In den Genuss kamen in Neustadt die Grundschule, die Lobkowitz-Realschule und das Gymnasium, aber auch die Hans-Schelter-Grundschule in Weiden und die Grundschule Parkstein. Ein ganzer Nachmittag war für 25 Lehrer aus verschiedenen Schulen Nordostbayerns reserviert.

Die flexibel zu handhabenden Spielregeln lassen es zu, dass bereits Achtjährigen Kin-Ball spielen können. Mit zunehmendem Alter fließen weitere Spielregeln ein und es kommen anspruchsvollere Technikformen hinzu. Bei entsprechender Kondition wird Kin-Ball sehr kraftvoll und dynamisch gespielt. Der Riesenball ermöglicht aber auch den Erst- und Zweitklässlern eine freudvolle und kommunikative Beschäftigung mit einer Vielzahl kleiner Spiele.

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