Kinderkirche erinnert an Kindersegnung und St. Blasius
Jesus ist das Licht

In der Kinderkirche ging es um den alten Priester Simeon, der sich freute, dass er im Tempel das Jesuskind segnen durfte. Bei den Juden war es damals nämlich Sitte, dass sie ihre Neugeborenen nach 40 Tagen segnen ließen, sagte Pater Rafau. Und so kamen auch Maria und Josef mit Jesus in den Tempel zu Simeon.

Damit sich die Neustädter Mädchen und Buben die Situation besser vorstellen konnten, bauten sie den Tempel mit Tüchern, Bauklötzen, einem siebenarmigen Kerzenhalter, Weihrauch und Figuren von Maria und Josef mit dem Baby sowie Simeon nach. Am Ende spendete Pater Rafau den kleinen sowie den großen Besuchern den Blasiussegen. Der hat seinen Ursprung im 16. Jahrhundert und bezieht sich auf den heiligen Blasius, einen Bischof in Kleinasien.

Die bekannteste Erzählung über Blasius berichtet, wie er während seiner Gefangenschaft in einem römischen Gefängnis einem jungen Mann, der an einer Fischgräte zu ersticken drohte, das Leben rettete. Deshalb erteilt die Kirche den Blasiussegen zum Schutz gegen Halskrankheiten.

Der Geistliche spricht beim Segen folgende Worte: "Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen." Jedes Kind erhielt am Ende ein Ausmalbild mit der Tempelszene.
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