29.03.2018 - 20:00 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Landkreis und OTH Amberg-Weiden starten Hackathon "Rural Health" Gesundheitsregion Plus

Es ist ein gewaltiger Kraftakt, mit dem der Landkreis sein Konzept zur Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum entwickeln will. Partner ist die OTH Amberg-Weiden. Noch werden Teilnehmer gesucht.

Die Organisatoren präsentieren das Hackathon-Programm. Sitzend, von links: Hannes Gilch vom Regionalmarketing, Sabrina Reiml von der OTH, Professor Clemens Bulitta; stehend, von links: Leiter-Hochschulentwicklung Wolfgang Weber, Wirtschaftsförderin Barbara Mädl, OTH-Vizepräsidentin Prof. Christiane Hellbach und Landrat Andreas Meier. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

"Wir haben den festen Willen, uns als Gesundheitsregion zu profilieren und dabei Vorreiter für andere zu sein", sagt Landrat Andreas Meier bei der Präsentation des Hackathon-Programms "Rural Health". Unter dem Motto "Mitreden. Mitwirken. Mitmenschen." soll ein breites Konzept erarbeitet werden, das alle wichtigen Bereiche der Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum umfasst. Landrat Meier sieht darin den Auftakt für die Gesundheitsregion Plus.

Für die Teams werden Teilnehmer gesucht, die "leidenschaftlich das Gesundheitswesen mit fortschrittlichen Ideen, kreativer Denkweise und aktivem Handeln verbessern wollen". Die Aktion erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der OTH Amberg-Weiden. Landkreis und OTH rufen Interessenten aus allen Bereichen des Gesundheitswesens, aber auch Studenten, Patienten und ihre Angehörigen sowie aktuelle oder potenzielle Start-up-Unternehmen zur Teilnahme auf.

Acht Challenges, also Themenbereiche, werden eingerichtet. Fachexperten begleiten sie als Coaches. Dabei sind unter anderem OTH-Professor Dr. med. Clemens Bulitta sowie Dr. med. Tobias D. Gantner. Zahlreiche Referenten zu den einzelnen Themenbereichen sorgen für das erforderliche Fachwissen. Lösungsvorschläge sollen erarbeitet werden zu Themen wie "Essen zu Hause 4.0" oder "Soziale Kontakte im Alter" bis hin zur "Intersektoralen Patientenakte", bei der Informationen ständig und überall abrufbar sind. Dass die entwickelten Ideen "der Gruppe gehören", betont der Landrat. Er hofft auch auf neue Start-ups, die sich aus der Veranstaltung heraus entwickeln könnten. Ihnen stünde dann auch das digitale Gründerzentrum an der OTH zur Verfügung. Der gesamte Ablauf der Veranstaltung ist auf der Internetseite "oberpfalz.innovate.healthcare" nachzulesen.

Auf den Internetseiten können sich Interessenten anmelden, informiert Wirtschaftsförderin Barbara Mädl. Die Veranstaltung findet in den Räumen der OTH in Weiden statt und beginnt am Freitag 4. Mai, um 17 Uhr. Sie endet nach der öffentlichen Präsentation der Ergebnisse mit Preisverleihung am Sonntag, 6. Mai, gegen 17 Uhr. OTH-Vizepräsidentin Christiane Hellbach meint, dass bei diesem innovativen Format vor allem die Chancen der Digitalisierung für Lösungsvorschläge genutzt werden sollten. Für Professor Bulitta ist die Veranstaltung auch ein Beweis dafür, dass die Hochschule nicht im wissenschaftlichen Elfenbeinturm verharrt. Gesundheitsversorgung in den ländlichen Räumen sei in Zeiten, in denen medizinische Versorgung immer mehr zentralisiert werde, ein besonders wichtiges Thema. Für Dr. Wolfgang Weber, zuständig für die Hochschulentwicklung, ist der Hackathon ein "Paradebeispiel für ein gemeinsames Regionalmarketing".

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