10.09.2017 - 20:00 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Letzte Serenade in Neustadt Feierabend mit Zoiglmusi

Die letzte Serenade in der Neustädter Freizeitanlage Gramau ist komplett in Zoigl-Hand. Die Zuhörer sind begeistert vom Programm, zum dem auch ein besonderer Auftritt gehört.

"Mia san vorm Woid daham" behaupteten die drei Zoiglmusiker
von Autor gagProfil

Nicht nur, dass die "Neisteder Zoiglmusi" das Programm gestaltete. Auch Zoigl-Prinz Bernhard war anwesend, und die Damen der Waldhauser Zoiglstube brachten eine lustige Einlage. Nachdem die Regengüsse tagsüber schon Befürchtungen aufkommen ließen, schien am Abend bei der letzten Serenade in diesem Jahr die Sonne.

Wäre auch schade gewesen, wenn das geplante Programm ins Wasser gefallen wäre. Es stand nämlich nicht nur der Auftritt der beliebten "Neisteder Zoiglmusi" mit Alfons Kistenpfennig an der Gitarre, Franz Harrer an der Steirischen und Dieter Seidl (diesmal an der "dünnen Berta"), der noch dazu 60. Geburtstag feierte, auf dem Programm. Nein, auch die feierliche Verabschiedung von Nachtwächter Richard Hallmann durch Bürgermeister Rupert Troppmann sowie die Begrüßung seines Nachfolgers Thomas Schuster hätte verschoben werden müssen.

Und zu guter Letzt hätte man den lustigen Auftritt der "Waldhauser-Weiber" (Wirtin und Angestellte der Zoigl-Wirtschaft) verpasst. Troppmann dankte besonders Renate Greiner für die tolle Organisation der Serenaden, bei denen "einige Schmankerln" dabei waren. Jeder Musikgeschmack kam auf seine Kosten. Von Rock (Rock Alive, RockConnection) über Volksmusik (Neuhauser Boum), die Neustadt-Serenade mit mehreren Gruppen und Tänzen bis hin zu Swing, Blues, Schlager und Country war alles dabei. Dank des ausdauernden Sommers musste auch nur wenig ausfallen.

"Mia san vorm Wold daham" und "Auf der Bruck trara" sangen die drei Zoiglmusiker im Pavillon. Mit frechen Sprüchen, Witzen und spaßiger Kommunikation mit den Biergartengästen verbreitete die "Neisteder Zoiglmusi", wie man es von ihr gewohnt ist, Stimmung. Mitklatschen und mitsingen hatte auch noch den Nebeneffekt, dass die Abendkälte erträglicher wurde. Viele Gäste waren mit Winterjacken und Decken ausgerüstet. Ein internationales Programm hatten sich die drei ausgedacht. Vom "Wold", was hier den Oberpfälzer Wald meinte, ging die Reise über die Grenze nach Tschechien. Sie schwärmten von der "Maschenka mit dem schwarzen Haar". Nach dieser tschechischen Polka ging es zurück zum Arber. Beim "Glosererlied" schunkelte das Publikum mit. Nun wurde es international. Spanischer Tango ("Warum hast Du so traurige Augen?") oder Italienisch-wehmütiges über eine verlorene Liebe (Bajazzo) gingen zu Herzen. Aber am Schönsten ist's dann doch "dahamm, wenn da Voda mit da Mouda an Schöiwa tanzt". Damit die "Preissn" das auch verstanden, übersetzten sie es ins Hochdeutsche: "Wenn der Vati mit der Mutti einen Schieber tanzt".

Schlager der 1950er Jahre setzten dem Ganzen noch das i-Tüpfelchen auf. "Ramona", bei dem sich manche sicher an den "Tanz der einsamen Herzen" im Lohbachwinkel erinnerten, wie Seidl meinte, ebenso wie bei "Glaube daran", einem alten Liebeslied, "Mit 17 fängt das Leben erst an" oder "Aber Dich gibt's nur einmal für mich", nicht nur die ältere Generation sang begeistert mit. Sogar getanzt wurde seitlich der Bühne.

Und dann wurde es nochmals eng im Pavillon. Die "Waldhauser-Weiber" sangen das spaßige Lied vom "Postfrosch" (Originalfassung von Rudolph Stieglitz und Martin Pilz). Eine gelungene Einlage, die von der Zoiglmusi begleitet und vom Publikum begeistert mitgesungen wurde.

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