27.03.2018 - 20:40 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Lobkowitz-Realschule ist "Fairtrade School" Heute die Welt verändern

Die Lobkowitz-Realschule hat Grund zum Feiern: Sie ist seit kurzem "Fairtrade School" - als 470. Schule bundesweit und als 149. bayerische Schule.

Verantwortliche, Ehrengäste und Schüler freuen sich bei bei der Verleihung des Titels "Fairtrade-School" (von links): Alexander Frey, Heidi Riedel, Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger, George Levy Meister von "Fairtrade", Julia Gollwitzer, Daniel Meierhofer und Julia Sennert, Martina Fels und Schulleiterin Irene Sebald. Bild: fsb
von Redaktion OnetzProfil

Die Frage "Heute schon die Welt verändert?", beantwortete Schulleiterin Irene Sebald mit einem klaren "Ja!", denn eine kritische Jury habe festgestellt, dass die Auszeichnung für ihre Schule auch verdient ist.

Fairtrade-Siegel machen Produkte aus fairem Handel für die Verbraucher erkennbar. Sie werden auch an Organisationen, Unternehmen und Schulen verliehen, die durch ihr Engagement für den fairen Handel einen Beitrag zu einer besseren Welt leisten. Ministerialbeauftragte Maria Kinzinger stellte die Situation vor: Weltweit würden 215 Millionen Kinder zur Arbeit gezwungen. Die Arbeitsbedingungen seien oft katastrophal. Der faire Handel sei eine gute Alternative.

Kinzinger zeigte sich beeindruckt vom Engagement der Schulfamilie und bezeichnete sie als Vorzeigebeispiel. Erste Impulse für das Fairtrade-Projekt wurden im Dezember 2015 mit dem Projekt "Es weihnachtet fair" gesetzt. Nach zahlreichen Aktionen gründete sich im November das Fairtrade-Schulteam unter Beteiligung von heute über 60 Schülern, Eltern und Lehrern, koordiniert von Heidi Riedel, Leiterin der AG Fairtrade, Schulleiterin Irene Sebald und Alexander Frey. In der Folgezeit wurden unter anderem die Kampagnen "Die faire Banane" und "Die faire Milch" mit täglichem Verkauf von "fairen" Bananen und Milch aus der Region beim Hausmeister durchgeführt. 2017 entschied sich das Schulteam zur Bewerbung um den Titel "Fairtrade School".

In einem Film stellte die SMV die Aktionen sowie Produkte und das Projekt "Fairtrade" in Interviews vor. In einem Theaterstück beantworteten Schüler die Frage "Warum Fairtrade?". Nach einer Tanzaufführung durften alle im Saal den Song "Wir steigern das faire Milch-Produkt" mitsingen. Danach erklärte George Levy Meister von "Transfair e.V. Deutschland" die Hürden, die die Schule gemeistert hatte: die Gründung eines Schulteams, die Erstellung eines umfangreichen Kompasses mit bisherigen Leistungen und einer Zukunftsplanung, die Aufschlüsselung aller an der Schule regelmäßig verkauften Produkte, der Beleg von Projekten in mindestens zwei verschiedenen Fächern in zwei Jahrgangsstufen und der Nachweis einer Schulaktion. Das habe die Schule fantastisch umgesetzt. Deshalb übergebe er gerne das Siegel "Fairtrade School". Die Auszeichnung ist zwei Jahre gültig. Dann werde überprüft, ob sie verlängert wird.

Werner Reinl, Milchbauer aus der Region, der die Kuhpuppe "Veronika" brachte, und Annette Rösel vom "Eine-Welt-Laden" in Weiden, ermunterten die Schüler zum Weitermachen: "Wenn viele kleine Menschen an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, verändert sich das Gesicht der Welt".

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