07.05.2018 - 19:28 Uhr
Oberpfalz

Marathonläufer Andreas Hecht von der Weidener Polizei gibt Last-Minute-Tipps zum Nofi-Lauf Gendarm auf der Laufbahn

Der Countdown zum Start des Nofi-Laufs läuft. Die letzten Vorbereitungen damit auch. Andreas Hecht, Polizist und stets einer der schnellsten im Rennen, gibt Last-Minute-Tipps.

Andreas Hecht (vorne rechts) von der Polizei Weiden ist wieder heißer Favorit für das Siegertreppchen beim Nofi-Lauf. Bild: exb
von Beate-Josefine Luber Kontakt Profil

Neustadt/Weiden. Er ist ein alter Hase beim Nofi-Lauf - und einer der schnellsten. Seit 2012 hat Hecht solide den zweiten Platz erreicht. Seit 2013 ist nur einer vor ihm: Maximilian Zeus. Mit der Polizei Weiden holte der 38-Jährige die vergangenen drei Jahre als schnellste Firma Gold.

Sie sind wieder beim Nofi-Lauf dabei. Wie lautet Ihr Ziel?

Andreas Hecht: Ja ich hab mich natürlich wieder angemeldet. Mit unserem Team "Polizei Weiden" haben wir die letzten drei Jahre den Firmenlauf gewonnen. Doch wenn ich die Startliste anschaue, wird es dieses Jahr schwierig. Maximilian Zeus läuft für das Salzhaus Altenstadt und die haben noch einige weitere sehr gute Athleten mit dabei. Zumal unser Triathlet Alfred Schwabl leider angeschlagen ist. Aber bei dem Lauf geht es ja nicht nur ums gewinnen.

In welcher Zeit wollen Sie die sechs Kilometer schaffen?

Ungefähr wie beim letzten Mal in Neustadt, so um die 19 Minuten. Ich trainiere aber gerade für eine gut dreimal so lange Strecke: für den Halbmarathon der Bayerischen Polizeimeisterschaft in Regensburg am 13. Mai. Da will ich ganz vorne mit dabei sein. Seit einiger Zeit laufe ich dafür zum Training etwa 100 Kilometer pro Woche.

Was sollten weniger trainierte Sportler beim Nofi-Lauf beachten?

Im Vergleich zu Weiden, Kemnath oder Tirschenreuth ist die Strecke in Neustadt weniger flach. Schwer wird der Berg zum Gymnasium hoch. Zur Not sollten untrainierte Läufer dort eine Gehpause einlegen. Und vor allem nicht zu schnell beginnen. Es ist wichtig, dass sich jeder realistisch einschätzt. Läufer, die nicht so viel trainieren, sollten sich beim Start nicht ganz vorne hinstellen, weil sonst die anderen sie umrunden müssen, was Zeit kostet. Leute, die in den ersten Reihen stehen, müssen schnell starten.

Wie sieht es mit Trinken und Essen vor dem Start aus?

Bei so einer kurzen Strecke ist es nicht unbedingt notwendig, während des Laufs zu trinken. Für viele reicht es, vor dem Start den Mund noch einmal zu befeuchten. Auch sollte man davor nicht noch einen halben Liter Wasser auf Ex hinterkippen.

Milchprodukte sind vor dem Lauf nicht gut, weil das auf den Magen geht. Auch langkettige Kohlenhydrate wie Vollkornprodukte sollte man vermeiden. Ich esse drei Stunden vorher mehrere Scheiben Toast mit wenig Butter und Honig und spätestens eineinhalb Stunden vorher noch eine Banane. Mindestens eine Stunde vorher sollten Läufer nicht mehr unbedingt etwas essen. Das ist aber individuell verschieden.

Manche Läufer nehmen Traubenzucker, um sich zu pushen. Was halten Sie davon?

Vor dem Wettkampf würde ich das nicht empfehlen, weil der Blutzuckerspiegel ansteigt und schnell wieder sinkt. Hobbyläufer können Traubenzucker mit sich führen und zur Not, wenn es auf der Strecke gar nicht mehr geht, nehmen.

Haben Sie noch einen Last-Minute-Tipp, um fit zu sein für den Lauf?

Tja, was man vorher nicht trainiert hat, kann man jetzt bestimmt nicht mehr nachholen. Sonst hat man zum Lauf nur schwere Beine. Es ist wichtig, dass man sein Tempo gleichmäßig bringt. Denn das, was man vorne zu viel rausholt, verliert man hinten doppelt und dreifach.

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