06.02.2018 - 14:40 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Nach Brand: Ursache geklärt - Altenheim-Bewohner sollen bald wieder nach Neustadt Container für Senioren

Nach dem Brand im Altenheim St. Martin sind nach Angaben der Caritas-Pressestelle in Regensburg noch Gutachter im Haus unterwegs. Es geht unter anderem darum, zu prüfen, inwieweit die Räume von Rauch und Ruß in Mitleidenschaft gezogen wurden.

Die Brandermittler der Kripo betreiben Ursachenforschung im Altenheim - erfolgreich. Bild: gsb
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Laut Landeskriminalamt kann menschliches Versagen als Unglücksursache ausgeschlossen werden. Die Kriminalpolizei bestätigt, dass ein technischer Defekt den Brand ausgelöst hat. Ein überhitzter "Blindstrom-Kompensator" löste im Hauptverteiler des Maschinenraums das Feuer aus. So etwas sei ein Riesenpech und trotz regelmäßiger Wartung nicht zu vermeiden, so die Kriminalpolizei.

Wann das Alten- und Pflegeheim St. Martin wieder den Betrieb aufnehmen kann, ist noch nicht absehbar. "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Bewohner schnell wieder in die Region, in ihre Heimat zurückholen zu können", sagt Diözesan-Caritasdirektor Michael Weißmann.

Die Caritas plane, auf einem St. Martin nahe gelegenen Gelände als Provisorium kurzfristig ein Container-Heim zu errichten. Ein dafür geeigneter Platz sei zwar bereits in Aussicht, es fehlten allerdings noch die für die Pflege und Betreuung geeigneten Container, teilen die Verantwortlichen der Caritas mit. Als kurzfristige Lösung werde derzeit auch die Anmietung eines Teils des früheren Krankenhauses geprüft.

Beim Brand in der Nacht zum Donnerstag sorgten das Bayerische Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk (THW) aus Weiden dafür, dass die Senioren zunächst in den benachbarten Kindergarten und für den Rest der Nacht in die Gymnasium-Turnhalle evakuiert werden konnten. Das THW lieferte 90 Feldbetten, darunter 40 aus eigenem Bestand, sowie Decken und Stühle aus dem Katastrophenschutzzentrum Neuhaus. Ferner leuchteten die Helfer den Vorplatz der Notunterkunft großflächig aus. Sie bauten eine Rampe aus Holz, um die Patienten auf Tragen oder in Rollstühlen barrierefrei in die Halle bringen zu können. Für den Transport von Senioren stellten in andere Heime stellten die Weidener einen Mannschaftstransportwagen ab. Das THW setzte 4 vier Fahrzeuge und 22 Ehrenamtliche ein.

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