21.02.2018 - 17:04 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Neustadt zieht Blitzer-Bilanz: Erfolgreiches erstes Quartal "Erziehung" für Autofahrer

Es ist eine "Erziehungsmaßnahme", die erste Erfolge zeigt: Seit Ende Oktober 2018 kontrolliert die Kommunale Verkehrsüberwachung Oberpfalz den stehenden und fließenden Verkehr in Neustadt - und legt für das erste Quartal eine "überraschend hohe Zahl an Verkehrssündern" vor.

Symbolbild: Paul Zinken/dpa
von Julia Hammer Kontakt Profil

"Für uns ist das Finanzielle nachrangig. Unser Hauptziel ist es, das Risiko im Straßenverkehr für die Bürger - vor allem für Kinder - zu senken", erklärt Thomas Kost die Intention der Stadt, die Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz mit Sitz in Amberg mit der Überwachung der Neustädter Straßen zu beauftragen.

Ende Oktober 2017 starteten die Mitarbeiter die Kontrolle des stehenden und fließenden Verkehrs. Bis zu diesem Zeitpunkt kontrollierten die Weidener Parksheriffs Falschparker und Temposünder. "Allerdings waren die deutlich seltener in Neustadt unterwegs als die Angestellten der Kommunalen Verkehrssicherheit jetzt", betont Kost. Ziel sei es, die Menschen im Straßenverkehr zu sensibilisieren. "Und das funktioniert bisher wirklich gut." 910 Fälle von zu schnellen Fahrern habe es in den ersten drei Monaten gegeben, über 200 Strafzettel verteilten die Kontrolleure.

"Diese Zahlen sind sehr hoch. Das hat uns auch die Behörde bestätigt", erklärt der Mitarbeiter der Stadt Neustadt. Das habe einen bestimmten Grund: "Die Bürger mussten sich erst darauf einstellen, dass jetzt vermehrt geblitzt wird. Deshalb gehen wir davon aus, dass sich die Zahl im kommenden Quartal auf etwa 400 Vergehen einpendeln wird."

Auch die Fälle von Falschparkern seien schon im November und Dezember deutlich zurückgegangen. "Die meisten hatten wir im Oktober, als die Aktion begonnen hat. Doch die Leute merken sich, dass sie etwas falsch gemacht haben, wenn sie dafür zahlen müssen - und stellen sich das nächste Mal nicht mehr auf unerlaubte Plätze."

Die "Erziehungsmaßnahme für den Neustädter Verkehr", wie Kost die Überwachung nennt, zeigt erste Erfolge. Davon würden vor allem die Schulen, das Altenheim und Bürger in den Wohngebieten profitieren - Messstellen, an denen besonders stark kontrolliert werde. "Wir erhalten unter anderem von Lehrern die Rückmeldung, dass es viel ruhiger geworden ist, seitdem die Mitarbeiter der Verkehrssicherheit bei uns in Neustadt sind", freut sich der Angestellte der Stadt. Wie oft die Kontrolleure unterwegs sind, sei von Monat zu Monat unterschiedlich. "Das hängt beispielsweise auch vom Wetter ab, manchmal sind die Umstände für Blitzer nicht gegeben."

Der Vertrag zwischen Stadt und Behörde habe keine feste Laufzeit. "Es endet, wenn eine der beiden Seiten den Vertrag kündigt. Das ist allerdings in der nächsten Zeit nicht geplant. Letztendlich bleibt das aber immer eine Entscheidung des Stadtrates", erklärt Kost.

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