Pampa und Poncho
Spannender Vortrag über Argentinien und Chile

Sandra Butscheike und Steffen Mender sind freischaffende Fotojournalisten und schwärmen von ihren Begegnungen in Südamerika. Bild: cr

Sandra Butscheike und Steffen Mender aus Waltershausen in Thüringen bereisen sechs Monate lang Argentinien und Chile mit Rucksack und Zelt. Das weckt beim Multivisionsabend in der Stadthalle bei rund 100 Besuchern Appetit auf die beiden Länder.

15 000 Kilometer war das Paar zu Fuß, per Bus oder Anhalter auf Entdeckungstour. Von den Gästen bei ihrem Vortrag sagte gut die Hälfte, dass sie auch gerne mal eine ähnliche Tour unternehmen würden.

Allerdings waren die Thüringer bei Temperaturen zwischen minus 15 und plus 30 Grad oder Sturmböen mit 100 km/h unterwegs. Ihr Zelt war nach der Hälfte der Strecke nicht mehr brauchbar. Die Frage nach der Sicherheit beantworteten sie mit Entwarnung. Die Länder seien unproblematisch, nicht zuletzt, weil sie dünn besiedelt seien. Zudem seien die Menschen freundlich.

Einmal benötigte Butscheike wegen Zahnschmerzen einen Arzt. Sie kam zu einer in den USA gut ausgebildeten Zahnärztin mit modernsten Apparaturen. Zu sehen waren atemberaubende Aufnahmen von Tieren, Pflanzen und höchst unterschiedlichen Landschaften. Östlich und westlich der Andengipfel erstrecken sich Wüsten, Geysire, Vulkane, Flüsse und Seen, üppige Wälder und Gletscher bis auf 6000 Meter Höhe.

Dazwischen sind die Distanzen riesig. Die Tour begann in Santiago de Chile. Nach dem spektakulären Silvesterfeuerwerk in Valparaiso führte der Weg nach Patagonien durch zahlreiche Nationalparks. Unter anderem besuchten die Reisenden eine befreundete Lehrerin der deutschen Schule in Puerto Montt und gingen anschließend in der chilenischen Serengeti auf Safari. "Im Nationalreservat Jeinimeni versenkten wir bei einer waghalsigen Flussdurchfahrt beinahe einen von einem Einheimischen geliehenen Jeep."

Eine weitere Station war die südlichste Stadt der Welt, Ushuaia. Vorbei am gewaltigen Perito-Moreno- Gletscher führte der Weg wieder gegen Norden. Nach den unendlichen Weiten der Pampa und der Seegebiete öffnete sich die Weinregion Argentiniens mit der Metropole Mendoza. Von dort ging es weiter in die Atacama, die trockenste Wüste der Welt.

Nach so viel Trockenheit boten dann die Iguazú-Wasserfälle im äußersten Nordosten Argentiniens ein schönes Kontrastprogramm. Endpunkt nach sechs Monaten war das pulsierende Buenos Aires.
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