Reise durch fünf Jahrhunderte

Der Kirchenchor und das Consortium Saltarello Salicense versetzten die Besucher mit stillen Klängen in der Pfarrkirche in besinnliche Stimmung. Bild: krb

Es ist nicht als ein musikalisches Aufbäumen gegen das Ende der Weihnachtszeit geplant, sondern als Konzert, dass die Herzen der Zuhörer in die besinnliche Zeit versetzt. Werke aus fünf Jahrhunderten begeistern die Besucher in der Pfarrkirche.

Stadtpfarrer Josef Häring freute sich, zum offiziellen Weihnachtsabschluss gleich zwei Gruppen in der Stadtpfarrkirche St. Georg begrüßen zu dürfen. Das Consortium Saltarello Salicense der Franz-Grothe-Schule aus Weiden war nach Neustadt gekommen. Auch der Kirchenchor der Stadtpfarrkirche gestaltete das symbolische Ende der besinnlichen Zeit musikalisch.

Heike Hübner vom Weidener Ensemble und Harald Bäumler, Leiter des Neustädter Kirchenchores, hatten Werke aus fünf Jahrhunderten ausgewählt, die von den Musikern interpretiert wurden - und die natürlich zur Jahreszeit passten. Unterschiedlicher hätten die Stücke jedoch nicht sein können. Die Instrumentalgruppe mit Renaissance-Sopranflöte, Altkrummhorn, Flaute Traverso, Basskrummhorn, Psalter, Garkleinflötlein und Hümmelchen (ein kleiner Dudelsack) gestalteten die Stücke im Stil der Renaissance.

Michael Praetorius präsentierte "Vom Himmel hoch" und "Wachet auf, ruft uns die Stimme" ebenso wie "Pavane Nr. 4" von Pierre Attaignant aus dem 15. Jahrhundert. Einen musikalischen Höhepunkt bot der Neustädter Kirchenchor unter Leitung von Harald Bäumler. Bereits am 2. Weihnachtsfeiertag hatten die Sänger zusammen mit dem Orchester ein herausragendes musikalisches Ausrufzeichen gesetzt.

Kleines Experiment

Diesmal ließ es der Chor etwas gemächlicher angehen. Dennoch setzte Harald Bäumler Akzente mit "Kommt herbei, ihr Engel alle" und Johann Sebastian Bachs "Ich steh an deiner Krippen hier". Die Musiker wagten ein kleines Experiment und traten anschließend gemeinsam auf - und das mit Erfolg. Das Ensemble interpretierte neben der böhmischen Weise "Freu dich, Erd und Sternenzelt" aus dem 15. Jahrhundert das Werk "Gaudet" aus Piae Cantiones.

An der Jann-Orgel glänzte Klara Bäumler mit ihrem musikalischen Können. Sie beherrscht dieses schwierige Instrument wie kaum ein anderer. Für das Konzert hatte sie aus dem reichlichen Notenschatz die "Pastorale MWV 590" von Johann Sebastian Bach ausgewählt. Inzwischen ist es in Neustadt auch zu einer schönen Tradition geworden, dass die Gemeinde und auch die Konzertbesucher mit ins Programm einbezogen werden. So durften die Besucher am Ende bei "Es ist ein Ros entsprungen" drei Strophen mitsingen.

Zahlreiche freiwillige Spenden waren am Ende ein verdienter Lohn für die vielen Proben und das Engagement der Künstler.
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