13.04.2018 - 16:28 Uhr
Oberpfalz

Scheidender Kreisbrandrat Meier zieht Bilanz "Gut aufgestellt im Landkreis"

Für Kreisbrandrat Richard Meier war es die letzte Kommandanten-Dienstversammlung, die er in der Stadthalle leitete. Die bestmögliche Ausbildung und Ausrüstung der Feuerwehrleute sei stets das Ziel gewesen, erklärte er. Schließlich gehe es bei jedem Einsatz um Menschen. "Wir sind im Landkreis gut aufgestellt. Es war nicht immer eitel Sonnenschein, aber man konnte sich aufeinander verlassen und sich immer in die Augen schauen", betonte der scheidende Chef. "Es war schön, die Geschicke der Feuerwehren ein Stück weit zu begleiten und mitzugestalten." Wie berichtet, wählte die Versammlung Marco Saller zu seinem Nachfolger.

"Es war nicht immer eitel Sonnenschein, aber man konnte sich aufeinander verlassen." Zitat: Richard Meier
von Werner ArnoldProfil

In den 114 Freiwilligen und 2 Werksfeuerwehren des Landkreises leisten 4785 Frauen und Männer ehrenamtlichen Dienst - ein Minus von 0,46 Prozent gegenüber 2016. Im aktiven Dienst sind 614 Frauen (+ 1,15) und 4171 Männer (- 0,69). Die Zahl der Atemschutzträger (1032) nahm um 1,18 Prozent zu. Insgesamt gibt es 97 Jugendgruppen mit 248 Frauen (- 9,16) und 570 Männern (- 5,47). Im vergangenen Jahr wurden 2643 Einsätze verzeichnet. Die Zahl der Brandeinsätze (323) sank um 7,71 Prozent. Die Zahl der technischen Hilfeleistungen stieg um (8,5) auf 1664. Zudem fielen 296 sonstige Tätigkeiten (+1,37) an. Zu 211 Fehlalarmen (- 2) wurden die Feuerwehren gerufen. Bei den Einsätzen und Übungen erbrachten die Feuerwehrdienstleistenden 43 757 Stunden. In der Kategorie "Technische Hilfeleistungen" fallen ins Gewicht: 224 Einsätze wegen Sturmschäden, 101 wegen Insekten, 193 wegen Ölspuren, 48 wegen Wohnungsöffnungen, 64 wegen Unterstützung Rettungsdienst und Polizei, zudem je 144 Sicherheitswachen und Tätigkeiten in der Öffentlichkeitsarbeit.

Im "First-Responder-Einsatz" wurden 14 Personen gerettet. Bei 6 weiteren war keine Rettung mehr möglich. Insgesamt 53 Personen wurden bei Einsätzen gerettet, mit Feuerwehrleitern 17. 179 Menschen wurden betreut und versorgt. Tot wurden 8 geborgen. Bei den Einsätzen verletzten sich 21 Personen. Es gibt 1689 Meldeempfänger im Landkreis, die noch mit Analogfunk betrieben werden. An 78 Lehrgängen beteiligten sich 1643 Frauen und Männer.

Fast täglich wurden Ölspuren gekehrt, Türen geöffnet, vermisste Personen gesucht, Verkehrsunfälle abgesichert, Personen befreit und Tiere gerettet. Auf dem Land sei die Feuerwehr oft der einzige Verein, der die Dorfgemeinschaft zusammenhalte. Somit gebe es keinen Anlass zur Auflösung, betonte der Kreisbrandrat. Zu den angenehmen Pflichten zähle die Überreichung der staatlichen Ehrenzeichen. Bei 28 Feuerwehren wurden 89 Mitglieder mit Abzeichen in Silber für 25 Jahre aktive Dienstzeit ausgezeichnet. 80 erhielten eine Ehrung für 40 Jahre im Dienst.

Meiers Dank galt Sachbearbeiter Klaus Lotter für die Unterstützung, ferner Landrat Andreas Meier, den Bürgermeistern, Polizeidienststellen, BRK, ILS, der Kripo, der Berg- und Wasserwacht sowie dem THW für die gute Zusammenarbeit. Mit dem Spruch "Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr" schloss der Kreisbrandrat seine letzte Dienstversammlung.

Es war nicht immer eitel Sonnenschein, aber man konnte sich aufeinander verlassen.Richard Meier

Appell an Betriebe

Als Problem schilderte der scheidende Kreisbrandrat Richard Meier die Tagesalarmsicherheit. Bei manchen Feuerwehren sei sie von 6 bis 18 Uhr nicht immer gesichert. Meier richtete einen Appell an die Arbeitgeber: "Stellt eure Feuerwehrleute frei, wenn sie alarmiert werden." (arw)

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