22.02.2018 - 20:00 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Schülerhilfe in Neustadt Sitzenbleiben muss nicht sein

Wenn Schüler während ihrer Schulzeit immer mal wieder einen Durchhänger haben, muss ihnen geholfen werden. Seit wenigen Monaten gibt es dafür die Schülerhilfe auch in Neustadt.

Zur Einweihung übergibt Inhaberin Sandra Pauly (Mitte) Bürgermeister Rupert Troppmann (Zweiter von rechts) Lernstipendien. Bild: sbü
von Siegfried BühnerProfil

Es begann zunächst ohne öffentliche Aufmerksamkeit. Mit Beginn des Schuljahres 2017/2018 hat die Schülerhilfe eine Nachhilfeschule eröffnet. Ein lauter Klingelton schrillte als Eröffnungssignal. Im ersten Stock im "alten Grader" wird Schülern aus Grund- und weiterführenden Schulen bis hin zu Abiturienten zu besseren Schulnoten verholfen. In einer Feierstunde wurde die neue Einrichtung offiziell eingeweiht und vorgestellt. "Zuerst habe ich gedacht, das ist ja alles viel zu groß für uns", sagte Schülerhilfe-Inhaberin Sandra Pauly . Doch schnell stellte sich heraus, dass es großen Bedarf gibt. In den ersten Monaten meldeten sich bereits 40 Kinder und Jugendliche. "Unsere Schülerhilfe gibt es seit zehn Jahren in Weiden." Nachhilfeschüler aus Neustadt bräuchten jetzt nicht mehr in die Max-Reger-Stadt fahren.

Bürgermeister Rupert Troppmann gratulierte der Inhaberin. "Ohne Bildungsabschluss geht heutzutage nichts mehr", stellte er fest. "Täglich besuchen 2400 Schüler die Schulen auf dem Kulturhügel." Da sei genügend Potenzial vorhanden. Außerdem freute sich Troppmann, "dass in die Immobilie wieder mehr Leben einzieht". Verkehrstechnisch sei die Lage ideal.

Zur Neueröffnung übergab die Inhaberin an Troppmann Lernstipendien im Gesamtwert von 3000 Euro für sozial benachteiligte Kinder. "Damit können drei Kinder sechs Monate lang zweimal pro Woche kostenlos Nachhilfe erhalten." Den kirchlichen Segen spendete Stadtpfarrer Josef Häring . Den Besuchern wurde das Konzept der Schülerhilfe, das hauptsächlich aus Lernen in Kleingruppen von drei bis fünf Schülern besteht, vorgestellt.

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