09.02.2018 - 20:00 Uhr
Neustadt an der Waldnaab

Seniorenbeauftragte Gabriele Fröhlich über den Seniorenfasching In drei Tagen eine Lok gebastelt

Gabriele Fröhlich ist für die Senioren seit 2014 eine feste Bank: Die Neustädter Seniorenbeauftragte und Stadträtin kann auf einen reichen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Bei der Organisation des Seniorenfaschings wächst sie seit Jahren über sich hinaus.

Gabriele Fröhlich. Bild: exb
von Dominik Konrad Kontakt Profil

Welche Bedeutung hat der Fasching für die Senioren inzwischen?

Gabi Fröhlich: Der große Seniorenfasching hat mittlerweile aus der ganzen Region rund 500 Gäste. Das hat an Besucherströmen dermaßen eine Eigendynamik entwickelt. Die Leute kommen schon aus Pressath, Schwarzenbach, Windischeschenbach und Weiden.

Wie aufwendig war es, die Veranstaltung zu organisieren?

Die Arbeit für die Seniorenbeauftragte beim Seniorenfasching hält sich in Grenzen: Kuchen, Saal dekorieren und Tische decken, Bestellungen machen, Absprachen treffen. Das ist nicht das Problem.

Was dann?

Ich organisiere im Namen des Frauenbunds den großen Frauenbund-Faschingsauftritt von A bis Z. Da geht's ums Thema, um die Musik, um den ganzen Ablauf. Ich muss Leute finden, die mitmachen, ich übe mit den Gruppen, bereite Texte vor, mache die Programmplanung und den Pressevorbericht. Ich glaube, ich bin vier Wochen täglich am PC gesessen. Es ist schwierig, überhaupt ein Thema zu finden. Dieses Jahr war es Neustadt im 19. Jahrhundert. Dann muss das umgesetzt werden, da muss ich überlegen, wie man das darstellt, wie man das präsentiert. Ich habe zwei, drei Tage an der Lok gebastelt und auch einen Feuerofen für die Glasmacher fabriziert.

Welche Rückmeldungen haben Sie von den Teilnehmern bekommen?

Viele haben gesagt, es sei großartig gewesen. Sie sind eigentlich immer ganz heiß auf den Frauenbund-Auftritt. Vorher kommen die Kinder-, Jugend- und die große Garde und die Prinzenpaare des Faschingsvereins. Dafür danken wir sehr. Viele Omas und Opas möchte ihre Enkel sehen. Im Grunde wartet man aber auf unseren Frauenbund-Auftritt.

Welche Aufgaben stehen bei Ihnen in diesem Jahr noch an?

Es gibt den Seniorennachmittag im Herbst, und ich habe auch immer viele Fahrten organisiert. Voriges Jahr waren es vier: ins Altmühltal, nach Tiefenbach, Bogenberg und zum Christkindlmarkt in Regensburg.

Wie werden die Fahrten angenommen?

Sie finden einen wahnsinnig guten Anklang. In drei Tagen sind die Busse voll. Ich werd' schon wieder gefragt: "Wohin fahren wir denn?", aber ich hab ja als Stadträtin viele Termine und kümmere mich um meinen Enkel. Meine Senioren wissen schon, dass ich kein Jahresprogramm herausgeben kann. Das mache ich lieber spontan, drei, vier Wochen im voraus. Und das wird eigentlich gut angenommen.

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