Sorge um Hauptfutterplätze der Störche
Hunde an die Leine

Storchenbetreuer Gerold Haas appelliert an alle Hundebesitzer, ihre Vierbeiner momentan doch bitte nicht in den Wiesen an Waldnaab und Floß wegen der Futterplätze der Störche frei laufen zu lassen. Diese Bitte ist auch auf den aufgestellten Hinweisschildern formuliert.

Storchenbetreuer Gerold Haas sorgt sich um die Erhaltung der Futterplätze der Störche. Immer wieder treten Bürger an ihn heran und teilen ihm ihre Beobachtungen mit, nach denen Hundebesitzer ihre Vierbeiner in den Flussauen trotz eindeutiger Hinweisschilder frei herumlaufen lassen.

Haas kontrolliert täglich über eine Webcam, was sich im Storchenhorst auf dem Alten Schloss tut. Seine Beobachtungen notiert er feinsäuberlich. In Kürze werden neben den Eltern auch die vier Jungstörche auf Futtersuche gehen.

"Die Hauptfutterplätze unserer Störche sind die Auwiesen an Waldnaab und Floß", weiß Haas, der seit 2013 als Nachfolger von Walter Fritsch die Neustädter Störche betreut. Zur Hauptnahrung von Meister Adebar zählten Mäuse, Amphibien, Schlangen, Insekten und anderes kleines Getier. Bei günstiger Thermik schrauben sich die Vögel bis zu 400 Meter in die Höhe um dann im Gleit- und Sinkflug auszuspähen, wo es entsprechendes Futter für sie gibt.

"Für die Vögel ist es schwierig, ihre Beutetiere bei hohem Graswuchs zu erkennen", erklärt der 72-jährige Pensionist. Momentan sei die Heumahd im Gange. Danach tue sich der Vogel wieder leichter, um seinen Hunger zu stillen. Drei hungrige Schnäbel vertilgten zum Beispiel täglich rund vier Kilo Mäuse, Frösche, Insekten und anderes Getier, steht auf dem Schild des Landesbundes für Vogelschutz und des bayerischen Umweltministeriums an der Naabwiese, unterhalb der Brücke nach Altenstadt. Solche Hinweisschilder, verbunden mit der Bitte, Hunde auf den Wiesen nicht frei laufen zu lassen, sind an vielen Zugangsmöglichkeiten zu den Wiesen an Waldnaab und Floß aufgestellt.

"Nur halten sich viele Hundebesitzer nicht daran und lassen ihre Vierbeiner frei auf den Wiesen laufen", klagt Haas. Der Vogel laufe zwar bei der Heuernte ohne Scheu in Nähe des Traktors mit, in der Hoffnung, dadurch aufgescheuchte Futtertiere zu erbeuten. "Aber bei Hunden, auch wenn sie häufig nur spielen wollten, sucht er das Weite. Dann besteht die Gefahr, dass er zu diesem Futterplatz nicht mehr zurückkehrt." Deshalb appelliert er an alle Hundehalter: "Lassen Sie ihre Tiere zumindest bis Mitte September nicht frei in den Wiesen laufen, die sich in Flussnähe befinden und die durch die Schilder auf die Storchenfutterplätze hinweisen." Dies sei nicht böse gemeint. Er wolle mit seinem Appell die Hundebesitzer nur um Rücksicht auf die gefiederten Gäste bitten.
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