Stadtrat will Zaun um Bolzplatz
Dornen raus

Zerfetzte Fußbälle, zerkratzte Beine und Arme. Damit soll künftig beim Bolzplatz in der Freizeitanlage Schluss sein. Der Stadtrat beschloss, die Spielfläche mit einem massiven Metallzaun von den Dornenhecken am Rand abzugrenzen. Bild: Schönberger

Der Stadtrat kauft ein Weihnachtsgeschenk für Freizeitkicker. Ausgepackt wird es wohl erst im Frühjahr.

Auf einen Kompromiss, der den Fußballern in der Freizeitanlage trotzdem gefallen dürfte, einigte sich der Stadtrat. Statt wie von der SPD ursprünglich beantragt auf drei Seiten einigte sich das Gremium darauf, den Bolzplatz auf zwei Seiten einzuzäunen. Nicht wie sonst meist als Schutz vor dem Verkehr, sondern vor der Natur.

Die große Lösung hätte 34 500 Euro gekostet. Das war den Räten aller Fraktionen zu viel. Jetzt geht man von rund 25 000 Euro aus, die Bälle und Spieler vor den Hecken neben dem Spielfeld schützen sollen. Deren Dornen hatten Bälle kaputtgemacht und den Spielern Beine und Arme verkratzt. Damit soll mit einem massiven Zaun Schluss sein. Jahrelang habe man immer wieder mit Provisorien versucht, eine Besserung zu erreichen. Doch nach jedem Zurückschneiden wucherten Hagebutte, Schwarzdorn und Co. umso mehr.

Zum Basketballfeld hin sei kein Zaun nötig, sagte nicht nur CSU-Sprecher Joe Arnold. "Wir haben viele Jahre gut gearbeitet, da können wir uns auch mal etwas Wünschenswertes leisten."

Es sei viel Geld bestätigte sein SPD-Kollege Achim Neupert. Neuralgische Punkte seien die Seite zum Bahngleis und hinterm Tor. Beide könne man durch die Kompromisslösung entschärfen. Auch Gerhard Steiner votierte im Namen der Freien Wähler dafür, die Mittel im Haushalt einzuplanen. Bürgermeister Rupert Troppmann kündigte an, dass die Verwaltung den Bau des Zauns für zwei Seiten des Bolzplatzes ausschreiben werde.
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