24.02.2017 - 20:16 Uhr
Neustadt an der WaldnaabOberpfalz

Straßenbauamt errichtet Hilfe für Amphibien: Frösche können kommen

Die Zäune stehen, die Frösche können kommen. Ein Trupp des Straßenbauamtes stellte in der Theisseiler Kreisstraße Amphibienschutzzäune auf - ganz nach ihrem Leitbild: "Wir arbeiten mit vollem Einsatz für das Gemeinwohl, auch das der Tiere".

von Rainer ChristophProfil

(cr) Rund einen Kilometer zieht sich der grüne, rund 20 Zentimeter hohe Zaun am Straßenrand an der Südseite des Weges. Auch zwischen den Teichen in der Nähe des Klosters St. Felix wurde eine Absperrung errichtet. Der Sinn dieser Maßnahme des Straßenbauamtes Amberg-Sulzbach ist der Schutz von Fröschen, Kröten und Molchen auf ihren Laichwanderungen.

Da bekannt ist, dass diese Strecke zu einem Hauptverkehrsknotenpunkt für allerlei Kröten und Frösche gehört, wird diese Maßnahme bereits seit etwa 30 Jahren umgesetzt, erklärte Sachbearbeiter Johann Baumer. Nach seinen Erfahrungen ist es wichtig, rechtzeitig zu agieren. "Sobald der Frost aus dem Boden ist und es ein paar Tage lang fünf, sechs Grad warm ist oder es zu regnen anfängt, kann die Krötenwanderung schon losgehen." Da muss vorgesorgt und die Zäune rechtzeitig aufgestellt werden. Sind die Kröten und Frösche unterwegs, verharren sie gern längere Zeit auf dem Teer, was für viele den sicheren Tod bedeutet.

"Land der tausend Teiche"

Weitere Zäune werden bei Georgenberg in Richtung Waldkirch, an der Vohenstraußer Straße nähe Zierlwirt oder bei Etzenricht am Radweg in Richtung Weiden errichtet. Besonders viele sind es im "Land der tausend Teiche" - im Stiftland. Mittlerweile gibt es auch festinstallierte Zäune, die jedoch im Verhältnis teuer in der Anschaffung sind.

Um die Amphibien kümmert sich Alexander Riedel aus Neustadt mit einem Team von freiwilligen Helfern des Landesamtes für Vogelschutz. Die Wanderung der Amphibien setzt immer abends ein. Die Aufgabe der Helfer ist es, die Eimer, in die die Frösche hinter dem Schutzzaun fallen, täglich zu kontrollieren und gegebenenfalls zu leeren.

 

 

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